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Online-Poker: Je mehr man gewinnt, desto mehr verliert man
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, 14. Januar 2010 um 10:52
Umso mehr man beim Online-Poker gewinnt, desto mehr Geld verliert man. Klingt seltsam, ist aber nach Meinung eines Forschers der Cornell University in New York einfach zu erklären. Kyle Siler hat mithilfe einer Software 27 Millionen Pokerblätter analysiert. Die Spieler machen am Anfang nur geringe Einsätze. Jedoch bekommen sie nach einer Gewinnserie mehr Selbstvertrauen und setzen höhere Beträge. Ein einziges verlorenes Spiel kann dann den kompletten Gewinn der Serie wieder aufzehren.

Vor allem Anfänger verlieren so oft viel Geld, während Profizocker Karten und Emotionen besser im Griff haben. Siler hat die Blätter im Online-Poker in der Variante No-Limit Texas-Hold'em analysiert. Er entdeckte, dass die Spieler nach einer Gewinnserie höhere Verluste hinnehmen mussten und machte noch eine weitere Entdeckung. Spieler, die mit geringerem Einsatz spielen, gewinnen häufiger mit niedrigeren Kartenpaaren, als mit höheren. "Das liegt daran, dass niedrige Paare sozusagen einen eindeutigen Wert besitzen, während höhere Paare in unterschiedliche Strategien eingebunden werden können, wodurch der Umgang mit ihnen komplizierter ist."

Siler hat deshalb das Verhalten der Pokerspieler untersucht, da deren Verhalten sich auch auf alltägliche Bereiche anwenden lässt. Die Abwägung eines möglichen Risikos spielt überall eine Rolle, zum Beispiel beim Überqueren der Straße, beim Spekulieren an der Börse und beim Fremdgehen. Wer wenig riskiert und dabei oft Glück hat, wird irgendwann mehr riskieren und entsprechend hoch sind dann die Verluste.