Europarat hat die Panikmache bei der Schweinegrippe gerügt Drucken
Geschrieben von: Redaktion   
Mittwoch, 27. Januar 2010 um 14:36
Der Weltgesundheitsorganisation wurde von Experten eine sinnlose Panikmache bei der Schweinegrippe vorgeworfen, die Milliardenkosten zur Folge hatten. "Es werden unglaubliche Mengen an Geld verschwendet in Pandemien, die eigentlich gar keine sind", hieß das Urteil bei der Anhörung des Europarates.

Die WHO steht dort auf dem Prüfstand, da sie im vergangenem Jahr die höchste Pandemiestufe für die Schweinegrippe ausgerufen und damit eine weltweite Impfaktion ausgelöst hatte. Für die Pharmaindustrie, war dies natürlich ein Milliardengeschäft.

Der Gesundheitsausschuss wollte prüfen, ob die WHO bei der Schweinegrippe wirklich ausreichend Transparenz an den Tag gelegt hat. Besonders umstritten dabei ist die Entscheidung der WHO-Generaldirektorin Margaret Chan, die Krankheit als Pandemie zu erklären. Danach traten weltweit Pandemiepläne in Kraft und auch Deutschland hat 50 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt. Interessanterweise gab es jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt verbindliche Verträge mit dem Impfstofflieferanten Glaxo Smith.


Doch das H1N1-Virus war vergleichsweise harmlos mit den sonst üblichen saisonalen Grippeerkrankungen. Kurz vor der Pandemieerklärung habe die WhO die Definition einer Pandemie geändert. Diese war vorher durch hohe Erkrankungs- und Sterberaten gekennzeichnet. Beim Europarat hieß es: Erst so sei es möglich gewesen eine „stinknormale Grippe zu einer Pandemie hochzustilisieren". In der Folge seien "Millionen von Menschen unnötigerweise geimpft worden".

Dass die Pharmaindustrie jedoch Druck auf die WHO gemacht habe, wolle man jedoch so nicht stehen lassen. Nach Angaben des WHO-Sonderberaters Fukuda gebe es dafür keine Indizien. Auch den Vorwurf man hätte Gesundheitspolitiker aus Gründen der Profitmaximierung beeinflusst, wollte Luc Hessel vom Europäischen Verband der Impfstoffhersteller nicht auf sich beruhen lassen. Die Pharmakonzerne hätten auf eigenes Risiko investiert.
Aktualisiert ( Mittwoch, 27. Januar 2010 um 14:37 )