Glückspiele und Computerspiele machen süchtig Drucken
Geschrieben von: Redaktion   
Dienstag, 26. Januar 2010 um 13:41
Ein Viertel der Jugendlichen verbringt 20 Stunden und mehr jede Woche vor dem Computer und spielt. Auch beteiligen sich etwa 10 Prozent der Jugendlichen regelmäßig an Glücksspielen, was ein Studie des Büros für Suchtprävention im Auftrag der Hansestadt Hamburg ergeben hat. Die Studie, welche sich auf den Raum Hamburg beschränkt hat, kann jedoch repräsentativ für Deutschland betrachtet werden.

Besonders beliebt bei den Jugendlichen seien Sportwetten und Poker. Etwa 50,- Euro investieren die Minderjährigen jeden Monat für Glücksspiele.Besonders beliebt sind Glücksspiele vor allem bei jungen Männern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Interessant ist auch das Berufsschüler und Gymnasiasten mehr zocken als Haupt- oder Gesamtschüler.

Der zweite Punkt der Untersuchung war die Nutzung der Computerspiele. Wie das Ergebnis zeigt hat ein Großteil der Jugendlichen das Comuterspielen im Griff. Etwa 7 Prozent hatten angegeben durch das Zocken Probleme in der Schule zu bekommen oder gesundheitliche Beschwerden zu haben. Als Motive weden oft Langeweile, Neid und "Mit-reden-können" angegeben.

Die SPD-Fraktion befürwortete nun die Verstärkung der Präventionsarbeit. Fachsprecher für Medienpolitik, Uwe Grund: "Junge Leute müssen lernen, wie mit Medien umzugehen ist - und welche Gefahren drohen, wenn sie ihren Medien- oder Spielkonsum nicht mehr kontrollieren können." Ein generelles Verbot von Computerspielen sei jedoch nicht sinnvoll, sondern die Medien-Kompetenz müsse gestärkt werden.