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Lebensmittel enthalten zu viel Fruchtzucker PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, 21. Januar 2010 um 13:08
Nach Angaben von Verbraucherschützern enthalten vor allem Fertiglebensmittel eine viel zu hohe Konzentration von Fruchtzuckern, was zu gesundheitlichen Beschwerden führen könnte. Vor allem sei es für die Verbraucher schwierig, beim Einkauf zu erkennen, wie hoch der Fruchtzuckergehalt ist.

Wie die Verbraucherzentrale in Hamburg mitteilte, ist Fruchtzucker auch in fruchtlosen Produkten, wie Softdrinks oder Fitnessriegeln enthalten. Dort findet er sich im Maissirup oder Glukose-Fruktose-Sirup.

Zwar klingt Fruktose gesund, doch zu viel Fruchtzucker kann zu Stoffwechselstörungen und Übergewicht führen, wie Verbraucherzentrale in Hamburg betont. Zudem reagiert bereits ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland besonders empfindlich auf Fruktose. Die Beschwerden äußern sich in Bauchkrämpfen und Blähungen. Diese Beschwerden entstehen durch eine Unverträglichkeit. Dabei wird der Fruchtzucker im Dünndarm nicht richtig verdaut und aufgenommen und gelangt so in den Dickdarm. Dort wird er „verstoffwechselt“ und führt zu Bauchschmerzen, Blähungen, übel riechendem Stuhl und Durchfall. Die Fruktose-Malabsorption kann angeboren oder erworben sein. Sie wird jedoch auch von den Medizinern oft verkannt und die Patienten deshalb falsch oder gar nicht behandelt.

Fruktose wird von den Herstellern als billiges Süßungsmittel in Süßigkeiten, Milchshakes, Speiseeis und Kinderlebensmitteln verwendet. Auch spielen die Hersteller teilweise mit der Leichtgläubigkeit der Konsumenten. Damit ihre Produkte „gesund“ erscheinen, wird der normale Haushaltszucker gegen Fruchtzucker getauscht und mit diesem groß beworben.

Karin Riemann-Lorenz von der Verbraucherzentrale Hamburg fordert deshalb: „Fertiglebensmittel sollten mit einer Ampel gekennzeichnet werden, damit der Zuckergehalt auf den ersten Blick erkennbar ist. Die Allergenkennzeichnung auf Lebensmitteln muss um eine Mengendeklaration für Fruktose ergänzt werden."