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Dicker Po schützt vor Krankheiten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, 14. Januar 2010 um 10:49
Eine recht kuriose Meldung in Zeiten des Magerwahns: Der dicke Hintern schützt vor Krankheiten. Es kommt nicht auf die Menge, sondern die Verteilung des Körperfetts an. Während Fett am Bauch schädlich ist, haben britische Forscher nun gezeigt, dass Fett am Hintern sogar schützen kann.

Konstantinos Manolopoulos von der Universität Oxford in Großbritannien und sein Team haben mehrere Populationsstudien ausgewertet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Fett am Hintern, den Hüften und an den Oberschenkeln vor Diabetes und diversen Herz-Kreislauferkrankungen schützen kann. "Dass die Verteilung des Körperfetts eine Rolle spielt, wissen wir seit Längerem. Aber dass Fett am unteren Teil des Körpers geradezu gesundheitsförderlich ist, haben wir erst kürzlich herausgefunden", heißt es im Bericht des Magazins „International Journal of Obesity“.

Der Grund liegt darin, dass Bauchfett schädliche Säuren beinhaltet und Zytokine in den Körper schicken, die unterschiedliche Entzündungen hervorrufen können. Fett am Gesäß oder den Oberschenkeln hingegen absorbiert diese schädlichen Fettsäuren hingegen, bevor sie sich an Leber oder Muskeln festsetzen können. Dort würden sie zahlreiche gesundheitliche Probleme verursachen. Das verbessert die Blutfettwerte und setzt Blutgefäßverkalkung und –Versteifung herab.

Fett an Po und Hüften ist zwar sehr hartnäckig, jedoch schützt es Arterien und kontrolliert zudem den Blutzuckerspiegel. Nach Meinung der Forscher wäre es sogar ideal so viel Fett wie möglich an Beinen und Gesäß zu haben, solange der Bauch schlank bleibt. Jedoch geht das eine selten ohne das andere.