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Heidi kriegt´s von allen Seiten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Frauke   
Sonntag, 31. Mai 2009 um 20:23
Wer sich stets und ständig ins Rampenlicht befördert, begibt sich in Gefahr den Leuten ordentlich auf die Nerven zu gehen. Das bekommt jetzt Ex-Everybody´s-Darling Heidi Klum zu spüren.

Nachdem sie Werbung für Gesundheitslatschen, Weingummis, sich selbst, Burger, Fritten, sich selbst, Topmodels, Unterwäsche und sich selbst gemacht hat, bekommt sie inzwischen ordentliche Dämpfer verpasst.

Die härteste Kritik kam unlängst von Autor und Moderator Roger Willemsen. Ein respektabler, kluger und angesehener Kopf, doch was er sich gegenüber der 35-Jährigen im "taz"-Interview erlaubte war definitiv zu viel. Egal ob man die Dame leiden kann oder nicht.

Seine Aussage über Heidi und ihre Show lautete: "Der Exzess der Nichtigkeit aber erreicht seinen Höhepunkt, wo Heidi Nazionale mit Knallchargen-Pathos und einer Pause, in der man die Leere ihres Kopfes wabern hört, ihre gestrenge Entscheidung mitteilt und wertes von unwertem Leben scheidet. Da möchte man sechs Sorten Scheiße aus ihr herausprügeln - wenn es nur nicht so frauenfeindlich wäre". Wäre öffentlich Prügel androhen dann ok, wenn Heidi ein Mann wäre?

Dagegen mutet Alice Schwarzers Kritik die schon hart an der Grenze war, fast brav an. Sie nannte die Klum eine "stupsnäsige und kaltschnäuzige Scharführerin."

Und das ist längst nicht alles. Auch von Brancheninsidern gab´s Saures. "Ein Topmodel ist sie nicht (...) Wo in der High Fashion hat jemand dieses Dauergrinsen?" "Sie ist der Durchschnitt in Perfektion", sagte Wolfgang Joop in einem Interview für den Privatsender "RTL" über sie.

Die Worte die Lagerfeld für sie beim selben Sender fand, waren auch nicht respektvoller. "Die kennt ausser in Deutschland - vielleicht in Amerika - in Europa das Publikum nicht so." "Ich hab sie nie fotografiert und ich hab sie nie in einer Schau gehabt." "Claudia kennt sie auch nicht."

Da muss man Heidi Klum, so sehr sie einem inzwischen vielleicht auf die Nerven geht, schon fast für ihre Professionalität bewundern, wenn sie solche Angriffe wie folgt kommentiert: "Ich glaube das ist auch was ganz Natürliches, um so mehr man im Rampenlicht steht, um so mehr man in der Öffentlichkeit steht, um so mehr steht man in der Zeitung."

Auch wenn man in Bezug auf Herrn Willemsen schon die ein oder andere Spitze erkennen kann. Sie verstehe nicht, dass „ein angeblich intelligenter Mann“ eine solche Bemerkung von sich gebe: „Nämlich die, eine schwangere Frau zu verprügeln“, sagte sie laut der Nachrichtenagentur "ddp". Sie habe „schon einiges an den Kopf geworfen bekommen“, die Willemsen-Attacke sei allerdings eine Premiere gewesen - Noch nie habe sie jemand körperlich angehen wollen.

Mit einem verbalen Schulterzucken räumt sie ein: "Viele möchten eben auch gern mal wieder in der Zeitung stehen. Normale Nettigkeiten gegenüber einem anderen machen selten Schlagzeilen. Also muss man sich etwas Härteres ausdenken, um es überhaupt in die Medien zu schaffen.“