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"Slumdog Millionär"-Stars immer noch obdachlos? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Frauke   
Samstag, 30. Mai 2009 um 23:10
Seit "Slumdog Millionär" durch die Oscars berühmt geworden ist, sind die jungen Darsteller Rubina Ali Qureshi und Azharuddin Ismael Shaikh, die aus einem Slum in Mumbai, der Hauptstadt Maharashtras in Indien stammen, weltberühmt. An ihrer bedrückenden Lebenssituation hat der Erfolg des Films bislang nichts geändert.

Sowohl Azharuddin, der im Film Salim, den Bruder der Hauptfigur Jamaal darstellt,
als auch Rubina, die das junge Mädchen Latika spielte standen zwar zur Preisverleihung im Kodak Theatre in Hollywood im feinen Zwirn auf der Bühne, kehrten dann aber zurück in ihre Wellblechhütten im Viertel Garib Nagar. Garib Nagar bedeutet sinngemäß "Stadt der Armen".

Die wurde nach einem Urteil der städtischen Behörden der westindischen Metropole Mumba,  besser bekannt als Bombay, in der letzten Woche teilweise abgerissen. Die Bewohner des Slums waren über die Aktion nicht vorher informiert worden und mussten innerhalb von Minuten ihrer Behausungen räumen. Bei der Stadt will man Platz für neue Bauprojekte schaffen.

Wie beim schweizerischen "Tagesanzeiger" berichtet wird hat die Stadt nun eingelenkt und will   den Familien der beiden Oscarberühmtheiten Sozialwohnungen zur Verfügung stellen. Offenbar erhalten die bisher keine ausreichenden Gelder aus der von den Filmproduzenten gegründeten Stiftung Jai Ho. Auch das soll sich jetzt ändern. "Wir wollen, dass die Kinder und deren Familien eine gute und sichere Unterkunft bekommen", versprach "Slumdog Millionär"-Regisseur Danny Boyle.

Es heisst die Stiftung werde jeweils 2,5 Millionen Rupien (37.600 Euro) bereit stellen. Das sollte für ein Leben fern ab von Wellblech reichen. Rubinas Vater, Rafique Ahmed ist laut "n-tv" allerdings äusserst skeptisch. "Schon seit der Oscar-Verleihung wurde über neue Wohnungen geredet. Ich glaube nicht mehr daran, dass noch etwas passiert", bemängelte er.