Mythos Vitamin C Drucken
Geschrieben von: Patricia Jane   
Donnerstag, den 21. Mai 2009 um 08:42 Uhr

Ungefähr 110.000 Tonnen Vitamin C werden pro Jahr für unseren Globus produziert. Aus medizinischer Sicht ist die Einnahme dieses Vitamins überhaupt nicht notwendig.

Vitamin auch Ascorbinsäure genannt ist allgegenwärtig. Neben den gängigen Vitamin C – Tabletten findet sich diese Säure in Konservierungsmitteln, in Cremes, in Shampoos und sogar in Katzenfutter. Firmen wie die österreichische Jungbunzlauer, die niederländische Koninklijke und viele andere Konzerne verdienen sich Millionen an diesem Mythos.

 

Vitamin C war früher nicht so erfolgreich wie heutzutage. Aus rein medizinischer Sicht ist das künstlich produzierte Vitamin C für den Körper überhaupt nicht notwendig. Ernährungswissenschaftler haben schon oftmals erklärt, dass die Ascorbinsäure überhaupt kein Wundereffekt erzielt. Es genügt, wenn man sich gesund ernährt. Denn dann erhält das was er braucht. Zusätzlich eingenommenes Vitamin C wird vom Körper ungenutzt wieder ausgeschieden.

 

Vitamin C hilft eigentlich nur gegen Skorbut. In früheren Zeiten erkrankten Seemänner häufig an diesem Vitaminmangel. Doch auch diese Krankheit hat man schnell in den Griff bekommen, auch ohne Vitamin C. Bisher konnte nicht bewiesen werden, dass dieses Vitamin sich positiv auf den Körper auswirkt.

 

Der Chemie – Nobelpreisträger Linus Pauling machte Vitamin C erst berühmt. Er verfasste das Werk `Vitamin and the Common Cold`, welches 1970 auf den Markt kam. Dort machte er Werbung für die bis dato eher unbekannte Ascorbinsäure. Er schrieb, dass man das Vitamin C in rohen Mengen zu sich nehmen sollte. Dann würde sich auch die heilende Wirkung entfalten und gegen die Symptome einer Erkältung helfen.

 

Ein Wissenschaftler erklärt, dass bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Experimente durchgeführt wurden: „Bereits   if(ZEIT.hideEmptyAdPlace){ZEIT.hideEmptyAdPlace('place_25');} ““in den dreißiger Jahren ist das Vitamin C von den Chemikern des großen Schweizer Pharmakonzerns und Ascorbinsäureproduzenten Hoffmann-La Roche in Basel geprüft worden. Jedoch ohne Erfolg, wie ein interner Rapport in den Roche-Archiven zeigt. Es war wie eine Ironie des Schicksal, denn die Prophylaxe-Fälle erkrankten noch häufiger an Grippe als diejenigen, die ein Placebo erhalten hatten.“

Vitamin C gelangte durch die die massive Werbung zu Weltruhm. Niemand hinterfragte, ob diese Säure wirklich bei der Erkältungsbekämpfung hilft. Alle glaubten der Werbung. Der Wissenschaftler erklärt weiter: Hoffmann-La Roche durfte sich jahrzehntelang der weltweit führende Hersteller nennen, erst vor sieben Jahren verkauften die Schweizer ihre gesamte Vitaminsparte an die Koninklijke DSM.“

Viel hing damit zusammen, dass die Krise in der Luft lag: „Das Gefühl einer drohenden Krise verstärkt sich bei Roche durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland. Exakt in dieser Zeit werden dem Unternehmen mehrere Verfahren zur Vitaminherstellung angeboten. Darunter eines, das Vitamin C nicht mehr aus natürlichen Rohstoffen isoliert, sondern auf synthetischem Weg herstellt.“

Heute ist das Vitamin C eines der beliebtesten Mittel. Kaum einer weiß, dass es so gut wie gar nichts bringt.