| Stubenhocker – Eltern legen den Grundstein |
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| Geschrieben von: Tanja Tasci |
| Samstag, 16. Mai 2009 um 15:08 |
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Gefangen zwischen Fernsehen, PC-Spielen und Fastfood, so erleben immer mehr Kinder und Jugendliche ihre Kindheit. Vereinsamung, kaum Freunde und auch die Eltern sind meist kein Ansprechpartner. Alle Schimpfen darüber, dass Fernsehen für Kinder nicht gut sei und doch ist der Fernseher in Deutschland der beliebteste Babysitter. Immer mehr Kinder wachsen vor dem Fernseher und Videospielen auf und zeigen deutliche Probleme mit dem Sozialverhalten. Doch auch auf die sprachliche Entwicklung und auf die Beweglichkeit der Kinder hat das Dauerfernsehen von klein auf einen erheblichen Einfluss, der nicht positiv ist. Kinder die Bücher nur vom Hörensagen kennen, denen nur der Fernseher etwas erzählt und denen das Essen natürlich auch noch vor dem Fernseher serviert wird, weil sie ansonsten angeblich keine Nahrung zu sich nehmen, die Problematik ist leider keine Seltenheit mehr. Eltern machen es sich leicht mit dem Fernseher als Babysitter, denn er steht immer zu Verfügung und kostet auch nichts extra und gemeinsame Unternehmungen sind eben das gemeinsame Fernsehen, denn schließlich verbringt man doch Zeit mit seinen Kindern, oder etwa doch nicht? Kinder verlangen nicht von sich aus nach Büchern, Spieleabenden odergemeinsamen Unternehmungen, wenn sie dies nicht kennenlernen durften. Wenn Eltern den ganzen Tag mit Fernsehen beschäftigt sind und die Kinder eher als Störfaktor ansehen oder wenn ihnen einfach die Energie und die Ideen fehlen ihre Kinder auch einmal anders zu beschäftigen, dann sind Kinder gefangen in einer ganz eigenen Welt, die ihnen Entwicklungsmöglichkeiten raubt. Immer häufiger kommt es erst im Kindergarten zum ersten Kontakt mit Büchern oder der Möglichkeit zu malen oder Puzzel zu spielen, auch wachsen viele Kinder ohne Kontakt zu gleichaltrigen auf, was die soziale Komponente in der Entwicklung schwächt. Eltern sollten sich bewusst werden, dass Kinder als erstes die Eltern nachahmen und Anregungen und Hilfestellung von den Eltern benötigen, denn nur so lernen sie die unterschiedlichen Beschäftigungsmöglichkeiten kennen und können ihre eigenen Vorlieben entwickeln. Sicherlich ist es das Beste für Kinder, wenn sie gar nicht erst in den Kreis zwischen Fernsehen, Spielkonsolen und Fastfood gebracht werden, doch auch bei älteren Kindern ist es jeder Zeit möglich ihnen Alternativen zu den erlernten Verhaltensmustern anzubieten. Eltern die nicht die Zeit haben selbst täglich Unternehmungen mit ihren Kindern zusammen zu machen, sollten nach Alternativen suchen. Es bietet sich zum Beispiel an Kinder im Sport- oder Turnverein anzumelden, auch die Pfadfindergruppen können eine Alternative sein. Eventuell ist es auch Möglich Großeltern oder Tanten und Onkeln zu bieten mit den Kindern hin und wieder etwas zu unternehmen. Zusätzlich sollten Kinder angeregt werden Zeit mit Freunden zu verbringen und diese auch einzuladen, denn Freundschaft zu gleichaltrigen kann durch nichts ersetzt werden. Kinder die viele Anregungen von außen erhalten, lernen sehr schnell sich selbst auch zu beschäftigen und Alternativen zu Fernsehen und Videospielen zu finden. Bewegung und ein Miteinander fördert die Entwicklung und macht Kinder jeden Alters glücklich. Deshalb sollten Eltern nicht an ihren Stubenhockern verzweifeln sondern so schnell wie Möglich reizvolle Alternativen anbieten und eventuell auch selbst auf die eine oder andere Stunde vor dem Fernseher verzichten und lieber mit den Sprösslingen spielen oder selbst einmal ein gutes Buch zur Hand nehmen.
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