| Arbeiten bis zum Tod |
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| Geschrieben von: Patricia Jane |
| Freitag, 15. Mai 2009 um 13:07 |
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Jedem Bürger in Deutschland ist der Name Metro ein Begriff. Hier werden günstige Artikel verkauft. Kaum einer weiß warum diese Dinge so billig sind. Es liegt daran, dass sie durch harte Menschenarbeit verrichtet werden. Der Handelskonzern nimmt Millionen von Euro ein und zahlt seinen Arbeitskräften lediglich 70 Cents pro Tag. Nun wurde eine Hilfsorganisation auf die unmenschlichen Bedingungen in der Textilfirma aufmerksam. Denn eine 18 – Jährige arbeitete sich dort zu Tode. Fatema Akter heißt die junge Frau, die vor kurzem gestorben ist. Dieser Tod hätte verhindert werden können. Doch der Druck war groß. Die Frauen müssen unter ständiger Bewachung arbeiten. Sie werden geschlagen, wenn sie für längere Zeit Pause machen. Fatema brach während einer dieser unwürdigen 14 – Stunden Schichten zusammen und stand nicht wieder auf. Die US – Organisation National Labor Committee (NCL) machte diesen tragischen Fall weltweit publik und stellte die Verantwortlichen an den Pranger. Fatema Akter arbeitete 7 Tage die Woche. So etwas wie ein ruhiges, erholsames Wochenende gab es für das Mädchen nicht. Täglich musste sie 13 bis 15 Stunden in der Fabrik schuften. Bei schlechtem Licht, einem unzumutbaren Arbeitsplatz und strengen Aufpasser reinigte sie Unmengen von Jeanshosen. Innerhalb einer Stunde musste sie es schaffen bis zu 100 Hosen sauber zu machen. Wenn sie es nicht rechtzeitig schaffte erntete sie wüste Beschimpfungen und Schläge. In der Hafenstadt Chittagong quälen sich viele Menschen an ihrem Arbeitsplatz, um das Überleben ihrer Familie zu sicher. 69 Cent am Tag reichen keinesfalls um eine mehrköpfige Familie zu ernähren. Aus diesem Grund gehen alle Mitglieder arbeiten und schuften bis sie nicht mehr können. Fatema Akter wollte sich einmal einen freien Tag gönnen. Die Arbeit bereitete ihr zunehmend Schmerzen. Sie konnte ihre Arme kaum mehr bewegen und ihr Rücken schmerzte unter den ständigen Anstrengungen. Die 18 – Jährige konnte nicht mehr die monotono, knochenschwere Arbeit verrichten. Als sie ihren Vorgesetzten um einen Tag Ruhe bat, reagierte der Mann ungehalten. Er holte aus und schlug der jungen Frau hart ins Gesicht. Er befahl ihr mit der Arbeit weiterzumachen und den Mund zu halten. Permanente Schläge gehören zum Arbeitsalltag in Bangladesch dazu. Die Leute dort haben scheinbar noch nie etwas von der Würde des Menschen gehört. Pausen werden nicht geduldet, die Arbeiter müssen schuften, schuften und nochmals schuften. Überstunden gehören zur Normalität, da jeder Arbeiter auf das Geld angewiesen ist, bleibt er so lange wie befohlen im Betrieb. Irgendwann hielt es Fatema Akter nicht mehr aus. Ihr Körper verlangte Ruhe. Doch niemand wollte ihr auch nur eine Minute Pause gönnen. Die Mangelernährung, der kurze Schlaf und die raue Arbeit forderten ihren Tribut. Fatemas Körper begann zu streiken. Sie war übermüdet und gnadenlos überarbeitet. Sie brach mitten in einer Schicht zusammen und stand nicht mehr auf. Metro wurde durch das National Labor Committee auf diesen Fall aufmerksam. Sofort kündigte der Handelsriese seinen Vertrag mit der Textilfirma. Man bedauere den Vorfall zutiefst, ließ Metro verlauten. Ein Fall wurde gelöst aber viele Betriebe lassen ihre Waren billig in asiatischen Ländern herstellen. Für Billiglöhne arbeiten diese Menschen sich bis an den Abgrund des Todes. Man sollte die Menschenrechtsgruppen bei ihrem Kampf gegen diese unfaire Behandlung unterstützen.
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