| Auch Streiten will gelernt sein |
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| Geschrieben von: Tanja Tasci |
| Freitag, 15. Mai 2009 um 09:09 |
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Keine Beziehung besteht nur aus Einigkeit, denn immer wo zwei Menschen ihr Leben teilen, kommt es auch zu kleineren und manchmal auch größeren Konflikten. Doch auch Streiten muss gelernt werden, denn auch dies gehört zu einem Miteinander. Jeder möchte gerne eine harmonische Beziehung in der es friedlich und ruhig ist und die schönen Dinge des Lebens Raum finden. Doch in der schönsten Beziehung gibt es Konflikte und häufig tappt man gerade hier in die Beziehungsfalle. Streiten hat noch keiner Beziehung geschadet, wenn eine entsprechende Streitkultur vorhanden ist. Meinungsverschiedenheiten sollten angesprochen werden und geklärt, denn nur so behält eine Beziehung eine Grundlage die nicht geschwächt werden kann. Wer Probleme totschweigt und hofft, dass der Partner sie von selbst erkennt, der leidet häufig unter der Belastung und häufig ist so die komplette Beziehung nicht mehr tragbar auf Dauer. Beziehungen in denen es hin und wieder Streit gibt und in denen so die Probleme offen angesprochen und ausgeräumt werden, haben häufig mehr und länger Bestand, denn gerade der unterschwellige Frust ist häufig Grund dafür, dass keine Gesprächsbasis mehr zu finden ist. Streit sollte allerdings auf einem gewissen Niveau stattfinden und so sollten persönliche Angriffe ausbleiben. Der Streitpunkt sollte klar sein und von ihm sollte nicht abgewichen werden, wer viele Kleinigkeiten mit in einen Streit einbringt, der sorgt dafür, dass der Partner sich überfahren fühlt und das Gefühl bekommt angegriffen zu werden. Probleme sollten immer klar definiert angesprochen werden und mit guten Argumenten untermauert werden. Auch sollte jeder von sich und seiner Gefühlswelt sprechen, denn häufig kommen Dinge anders an als sie vom Partner gemeint sind. Auch wenn einmal heftigere Worte fallen, sollte man für sich den inneren Abstand schaffen und sich die Meinung des Partners in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Wer den nötigen Abstand findet und sich nicht persönlich angegriffen fühlt, der wird häufig merken, dass die Reaktionen des Partners ein Spiegel der eigenen Reaktionen und des eigenen Handelns darstellen. Je tiefer der Frust sitzt umso schwieriger wird es natürlich den nötigen Abstand zu finden, deshalb sollte in einer Partnerschaft auch möglich sein, einen Streit abzubrechen und die Diskussion auf den nächsten Tag zu verlegen, wenn beide Partner sich wieder etwas abgeregt haben und ruhiger reagieren können. Streit muss weder laut sein noch heftig, auch in Ruhe können Streitgespräche geführt werden und dies führt häufig schneller und effektiver zu einer Lösung der Probleme. Einseitige Lösungen sind nicht tragfähig und deshalb sollten Lösungen gemeinsam gefunden werden und nicht dem Partner übergestülpt werden. Streit und Kompromisse schließen sind Teil einer gut funktionierenden Partnerschaft die den Belastungen des Alltags stand hält. Wer ewig versucht sich eine eigene Welt zu schaffen und nicht den Problemen begegnen möchte, der wird sehr schnell an die Beziehungsgrenzen stoßen, denn ein offenes Wort ist besser als zu warten bis Frust sich breit macht und das Gefühl in der Partnerschaft nicht wahr genommen zu werden. Streit sollte deshalb dann stattfinden, wenn das Problem auftritt und nicht erst wenn beide Partner die Situation als nicht mehr tragfähig einschätzen. |


