Roger Cicero: Die DSDS-Sieger verschwinden schnell in der Versenkung Drucken
Geschrieben von: Patricia Jane   
Donnerstag, 14. Mai 2009 um 10:37

Die Chancen die für einen Sieger bei Deutschland sucht den Superstar die große Karriere zu machen schätzt der Sänger roger Cicero sehr gering ein. Der swingende Star ist den Castingshows gegenüber sehr kritisch.

 Meist bleibt es bei einm Nr.1 Hit. Was macht Thomas Godoj jetzt eigentlich und wie sieht es mit Tobias Regner aus? Allen bisherigen Sieger wurde eine kometenhaft steile Karriere prophezeit. Einen oder zwei Hits haben die bisherigen Sieger auch gelandet. Doch dabei blieb es meistens auch. Natürlich treten die ehemaligen DSDSler immer noch auf. Aber viele müssen sich mit Dorffesten begnügen.

 

Roger Cicero, der swingende Hamburger, hat `Deutschland sucht den Superstar` in den letzten Jahren verfolgt. Er betrachtet die Castingshow mit zweifelndem Blick: „Ich kann die Verlockung nachvollziehen, die viele junge Leute anspornt, dort mitzumachen.Wer nur kurzen Ruhm möchte, ist bei DSDS bestens aufgehoben. Allen anderen würde ich dringend abraten. Man muss sich doch nur anschauen, was aus den Gewinnern der  vergangenen Jahre geworden ist: Von den meisten hört man nichts mehr."

 

Roger Cicero hat den Durchbruch auf eine andere Art und Weise geschafft. Der `Swinger` aus Hamburg war lange ein Geheimtipp. Durch die Teilnahme am Vorentscheid zum `Eurovision Song Contest` wurde er über Nacht berühmt. Seine Lieder sind leicht und bleiben im Ohr. Dieser Künstler stammt nicht aus der Retorte, sondern hat Charakter. In einem Interview redet über sein neues Album. Er singt darüber wie man mit Männer richtig umgehen soll. Er selbst fühlt sich wohl in seiner Beziehung: „Ich werde sehr artgerecht gehalten als Mann. Mein Sohn Louis ist ein Jahr alt. Das Vatersein hat meinen Blickwinkel auf die Dinge verändert.“

 

Neben seiner Musik spielt seine Lebensgefährtin und sein Sohn die wichtigste Rolle. Roger Cicero ist ein Familienmensch geworden: „Mein Leben dreht sich nicht mehr nur um mich selbst. Ich mache mir Gedanken darüber, was sein wird, wenn ich mal nicht mehr da bin. Das habe ich früher nie getan.Ich mache selbst Fläschchen und wickle meinen Sohn. Das volle Programm! Männer, die sagen, sie könnten das nicht, wollen sich doch nur rausreden.“

 

Sein Sohn Louis wird nicht getauft. Die Zeitschrift `Schöne Woche` interviewte den Swing – Star. Er erzählte, dass er immer noch überlegt: „Es gibt keine Religion, zu der ich hundertprozentig 'Ja' sage. Wir haben uns von einem buddhistischen Lama den Segen für Louis geholt. Es gab eine kleine Zeremonie, in der er einen Sanskrit-Namen bekam. Ich bin zwar kein Buddhist, aber mit diesem Ritual konnte ich mich noch am ehesten anfreunden."

 

Sollte sein Sohn später unbedingt bei einer Castingshow teilnehmen wollen, wird ihn Roger Cicero nicht davon abhalten. Selbst wenn er findet, dass dies nicht der richtige Weg ist zu langfristigem Ruhm zu gelangen.

Dieter Bohlen vertritt eine ganz andere Meinung. Für ihn ist Daniel Schuhmacher nicht nur ein Star, der schnell in der Versenkung verschwindet.

 

Dieter schwärmt gegenüber der Bild für seinen Kandidaten. Er prophezeit Daniel eine Karriere, die über Deutschlands Grenzen hinausreicht: „Daniel war im Gesamtpaket noch besser. Er ist der Mädchenstar. Ich kann ihn mir in ganz Europa in der Charts vorstellen. Er ist ein echter Superstar.  Ich glaube nicht, dass es in unserem Land andere Sänger gibt, die so singen wie er. Er hat das, was wir gesucht haben – Talent. Ich will diesmal die größten Songs des Gewinners aus den ganzen Mottoshows mit auf das Album nehmen. Plus natürlich eigene Songs von mir."

 

Daniel Schuhmacher hat auf jeden eine außergewöhnliche Stimme und viel Potenzial. Doch das hatten die anderen Gewinner von Deutschland sucht den Superstar auch. Bohlen hat allen großen Erfolg vorausgesagt aber bisher ist es noch nicht eingetroffen. Vielleicht schafft Daniel das Unmögliche.