Über SMSGott.de
SMSGott.de bietet dir den kostenlosen SMS Versand von bis zu 5 Nachrichten täglich - und das weltweit!
Paintballverbot verfehlt das Ziel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Frauke   
Freitag, 08. Mai 2009 um 10:39
Nach dem Amoklauf von Winnenden forderten nicht nur die Eltern der Opfer eine Verschärfung des Waffenrechts. Eigens dafür wurde eine Arbeitsgruppe aus Experten der Innenministerien von Bund und Ländern eingerichtet.
Die große Koalition plant nun ein Verbot von Paintball, einem Mannschaftssport ab 18, bei dem Gruppen gegeneinander spielen und sich mit Farbkugeln abschiessen.

Nicht nur von Seiten der volljährigen Spieler, sondern selbst von Seiten der Polizei und der Opposition ist im Bezug auf das Verbot die Rede von "sinnlosem Aktionismus". Das Verbot gehe in die falsche Richtung und verfehle das Ziel, sagen sie. Angeblich senke "Gotcha" die Hemmschwelle und lehre das Töten, sei "sittenwidrig" und "menschenverachtend" heisst es von Seiten der befürwortenden Politiker.

Doch vom Prinzip ist das Spiel nicht anders als Völkerball, das man in Kindergärten und Schulen spielt. Nur das statt mit Bällen, mit Farbkugeln geschossen wird, die aus Waffen abgefeuert werden, die den echten ähneln. Diese Spielwaffen dürfen in Deutschland schon jetzt nur an Volljährige verkauft werden.

Die private Nutzung grosskalibriger Waffen ab 18 und die Lagerung von Munition oder Waffen in Schützenheimen bleibt dagegen weiterhin erlaubt. Es macht den Eindruck als traue sich Arbeitsgruppe, die nach dem Amoklauf eingerichtet wurde, nicht an die mächtige Waffenlobby heran und opfere dafür eine Sportart ohne Lobby.

Auch Angehörige der Opfer von Winnenden äusserten sich verstimmt über dieses nutzlose Verbot.

Was kommt als Nächstes? Fecht- und Bogenschützenvereine verbieten? Wasserpistolen? Karneval?

In Dortmund ging es aktuell schon so weit, dass das Jugendamt Ritterspiele absagte, weil der Spass als für Kinder ungeeignet eingestuft wurde.