| Wenn der Chef einen Kündigungsgrund sucht |
|
| Geschrieben von: Tanja Tasci |
| Dienstag, 21. April 2009 um 13:58 |
|
In wirtschaftlichen Krisenzeiten macht sich wieder einmal die Sitte breit, dass man gerne sein Personal reduzieren möchte, doch wenn Arbeitnehmer Kündigungsschutz haben, dann wird vermehrt versucht mit miesen Tricks sich der Arbeitnehmer zu entledigen. Alle Arbeitnehmer sollten sich heute klar darüber sein, dass jeder Zeit der eigene Arbeitsplatz in Gefahr sein kann. Gerade wer schon lange in einer Firma ist oder aus sonstigen Gründen einen gesetzlichen Kündigungsschutz hat, der wiegt sich häufig in einer trügerischen Sicherheit, denn immer häufiger arbeiten Arbeitgeber und Vorgesetzte mit sehr zweifelhaften Methoden um Arbeitnehmer möglichst schnell los zu werden. Gerade in Krisenzeiten können schon kleine Fehler schwere Folgen haben und den Arbeitsplatz kosten. Auch wer Jahrzehnte ohne Probleme in einer Firma bestehen konnte und zu den Vorgesetzten und Kollegen ein gutes Verhältnis hat, entkommt häufig den Abbau Absichten seiner Vorgesetzten nicht. In Zeiten der Krise ist ein harter Kurs angesagt und auch wenn früher hin und wieder zu spät kommen kommentarlos hingenommen wurde, kann es in Zeiten der Mitarbeiterreduktion durchaus zum Kündigungsgrund werden. Auch wer von seinen Vorgesetzten als Low Performer angesehen wird, hat schlechte Karten, denn auch wer wesentlich schlechtere Arbeitsleistungen als seine Kollegen vorzuweisen hat, steht sehr schnell auf der schwarzen Liste. Zwar ist hier die Kündigung nicht ganz so einfach, doch wenn es zu einem Rechtsstreit kommt, muss der Arbeitnehmer erklären, warum seine Leistungen stark von denen der Kollegen abweichen und wer nicht aus gesundheitlichen Gründen zu den Low Performern gehört hat schlechte Karten gegen eine Kündigung anzukommen. Auch bei Spesenabrechnungen wird in Zeiten der Krise vermehrt nach Fehlern gesucht und deshalb sollte man im Zweifelsfall lieber eine Position zu wenig angeben als eine Position bei der man sich unsicher ist ob sie wirklich als Spesen gesehen werden kann. Im Zweifel lieber nachfragen und sich die Auskunft wenn möglich schriftlich geben lassen. Schon kleinste Fehler in der Spesenabrechnung können zu einer gerechtfertigten Kündigung führen und deshalb wird genau hier versucht gezielt Personal zu filtern, welches so gekündigt werden kann. Privates und Geschäftliches nie vermischen, denn wer Anrufe aus dem Privatbereich am Firmentelefon führt, der läuft Gefahr einer Kündigung und auch wer übermäßigen Fleiß an den Tag legt und Arbeitsunterlagen mit nach Hause nimmt, begibt sich in die Gefahr eine Kündigung zu erhalten, denn Arbeitsunterlagen gelten als vertraulich und dürfen nicht außerhalb der Firma genutzt werden. Wer Arbeit mit nach Hause nimmt, der sollte dies deutlich vorher absprechen und sich bestätigen lassen, dass er hierfür eine Berechtigung hat. Auch wer Krankgeschrieben ist, kann Gefahr laufen eine Kündigung zu riskieren. Zwar ist bei Krankheit eine Kündigung normal ausgeschlossen, doch wer innerhalb seiner Krankschreibung nicht wirklich Krank ist und vergleichbare Tätigkeiten wie am Arbeitsplatz verrichtet, dem droht eine berechtigte Kündigung. Hier ist zur Vorsicht geraten, denn immer mehr Firmen setzen Privatdetektive ein um angeblich kranke Arbeitnehmer überführen zu lassen. Doch auch wer seine Zunge nicht im Zaum halten kann und mit haltlosen Vorwürfen gegen Kollegen und Vorgesetzten um sich wirft oder beleidigend wird, dem kann dies den Job kosten, denn auch hier muss der Chef sich nicht alles gefallen lassen und Beleidungengen oder scharfe Äußerungen auch gegenüber Kollegen müssen nicht geduldet werden. |