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Musikproduzent Phil Spector muss lebenslang ins Gefängnis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Patricia Jane   
Mittwoch, den 15. April 2009 um 09:50 Uhr

Er hat die Schauspielerin Lana Clarkson ermordet und muss nun dafür büßen. Das Gericht verkündete das Urteil: Spector muss bis zu seinem Lebensende in den Knast.

 

Der Musikproduzent aus Amerika musste am Montag vor einem Gericht in Kalifornien erscheinen. Der Richter verkündete das Urteil für den Mord. Phil Spector, der Lana Clarkson umgebracht hat, muss hinter Gittern – Für immer. Phil Spector war zu seine Zeit ein Musik – Mogul, das mit großen Stars wie Tina Turner, den Rolling Stondes und den Beatles zusammen arbeitet. Nun sind seine Sternstunden gezählt.

 

Die schreckliche Tat ereignete sich vor 6 Jahren in der Villa des Verurteilten. Damals erschoss Spector die Schauspielerin in seinen eigenen vier Wänden.  Rachelle Short ,die Frau des Musikproduzenten konnte nicht mehr stillsitzen. Bei der Urteilsverkündung brach sie in Tränen aus. Sie will nicht, dass man ihren 68 - jährigen Ehemann einsperrt. Sie will Revision gegen das Urteil legen, denn ihrer Meinung nach haben die Anwälte einen Rechtsfehler begangen: „Ich glaube nicht, dass heute Gerechtigkeit gewaltet hat. Nicht nur, weil ich nicht glaube, dass Phillip Spector Lana Clarkson ermordet hat, sondern auch, weil ich sehr, sehr sicher bin, dass unter ordnungsgemäßen rechtlichen Vorgaben seine Schuld nicht bewiesen wurde, nicht annähernd über vernunftsmäßigen Zweifel bewiesen.“

 

Auch der Anwalt des alten Produzenten will nicht einsehen, dass sein Mandant der Mörder ist. Er ist der Auffassung, dass die Gerichtsverhandlung nachhaltig von den Beschlüssen des Richters beeinflusst worden ist. Der Anwalt aus Kalifornien ließ nämlich 5 Frauen als Zeuginnen vorladen. Sie alle sagten aus, dass Phil Spector sie in der Vergangenheit mit Schusswaffen bedroht hatte. Spectors Anwalt Weinberg will den Beschluss des Gerichts nicht hinnehmen und fordert, dass der Prozess neu aufgerollt wird.

 

Ein Mitglied der Geschworenen findet, dass Weinberg nur noch versucht die Geschichte hinaus zu zögern. Sie erklärte, dass alle Geschworenen ein eindeutiges Bild von der Tat hatten. Alle Informationen waren eindeutig und das Urteil mehr als gerechtfertigt. Phil Spector hat die Frau erschossen, alle Indizien weisen darauf hin. Der Musikproduzent sagte während der Verhandlung kein Wort. Dafür sprang aber sein Anwalt Weinberg in die Bresche. Immer wieder betonte er, dass Lana Clarkson Selbstmord begangen hätte.

 

Doch Adriano de Souza, der Chauffeur von Spector wusste es besser. Kurz nach der Ermordung der Schauspielerin sah er Phil Spector mit einer Pistole in der Hand. Der Produzent wirkt verwirrt und soll folgende Worte von sich gegeben haben: „Ich glaube, ich habe gerade jemanden getötet.“

 

 Auch Lana Clarksons Familie setzt sich dafür ein, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt: „Wir sind erfreut, dass die Jury die Verzerrung und Verunglimpfung von Lana Clarksons Leben durch die Verteidigung in diesem Prozess, dem letzten Prozess und den letzten sechs Jahren und mehr. Heute ist ein freudloser Tag. Dies ist tragisch, aber Handlungen haben Konsequenzen.“

 

Ein befreundeter Journalist der ermordeten Schauspielerin freut sich ebenfalls, dass der Mörder seine Strafe erhält: „Ich bin hocherfreut. Das Urteil war nicht schockierend, weil die Indizien gegen Spector so überwältigend waren. Aber ich bin sehr froh, weil niemand genau wusste, was passieren würde. Ein verrückter Psychopath ist von den Strassen entfernt worden. Er dachte, er wäre zu mächtig, um geschnappt zu werden, aber letztendlich hat die Gerechtigkeit gesiegt.“

 

Phil Spector musste bereits 2007 vor Gericht erscheinen. Damals konnte sich die Geschworenen jedoch nicht auf ein Urteil einigen. Dieses Mal entschieden sich die Geschworeren einstimmig. Bis Ende Mai muss Phil Spector in Untersuchungshaft bleiben. Anschließend wird das letzt Urteil gefällt. Aber seine Frau und sein Anwalt tun alles dafür, dass der Fall noch einmal durchgenommen wird.