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Deutsche Lehrer immer häufiger gesundheitliche Probleme PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tanja Tasci   
Freitag, 27. März 2009 um 20:05

Viele Lehrer haben sich bewusst für den Lehrberuf entschieden und gingen mit viel Elan in den Beruf. Doch an Deutschlands Schulen steigt die Krankheitsrate der Lehrkräfte deutlich an, denn Resignation macht sich breit und die nervliche Anspannung und gestiegene Anforderungen hinterlassen häufig gesundheitliche Schäden.

Starke Nerven sind für den Lehrerberuf unumgänglich und auch Einfühlungsvermögen ist das A und O um eine Verbindung zu den Schülern schaffen zu können und somit auch zu motivieren. Doch mit steigenden Anforderungen im Lehrplan und immer mehr Schülern die den Anforderungen nicht mehr gerecht werden können, wächst auch die Belastung für die Lehrkräfte. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern gestaltet sich häufig schwierig und stellt die Lehrer auch immer wieder vor neue Herausforderung. Während früher der Lehrer als Respektsperson für Schüler und auch für Eltern galt und somit auf die Meinung des Lehrers hohen Wert gelegt. Doch die Zeiten haben sich geändert und das Berufsbild des Lehrers wird heute mit weniger Respekt gesehen.

Durch Eltern die Lehrer und ihre Methoden anzweifeln, ist auch häufig der Respekt der Kinder nicht mehr gegeben, da Eltern sich immer wieder negativ über Lehrer äußern und Kinder dies sehr schnell annehmen. Lehrer haben heute einen schweren Stand und kämpfen mit immer höheren Druck durch immer straffere Lehrpläne und somit immer weniger Zeit mit den Schülern den Stoff zu vertiefen und zu wiederholen. Zeitdruck und immer weniger Einfluss auf Schüler und Eltern, machen den Lehrern das Leben heute schwer und die nervliche Belastung ist häufig enorm.

Auch dürfen die Zusätzlichen Aufgaben und der zusätzliche Zeitaufwand neben der Schulzeit nicht unterschätzt werden. Von der Korrektur von Arbeiten bis hin zu Fortbildungen und Unterrichtsvorbereitungen, sowie Elterngesprächen und Co, sind der Aufgabenbereich und der Zeitaufwand häufig enorm. Je motivierter Lehrer sind und je mehr sie sich mit ihren Schülern identifizieren, umso eher sind sie anfällig für Stress und nervliche Belastungen.

Erhöhter Krankheitsstand bedeutet häufig Ausfall von Unterrichtsstunden und somit sind letztlich die Schüler wiederum die Leidtragenden. Letztlich ist es wichtig, dass Lehrer Unterstützung von Eltern und Schulleitung erhalten und für sich selbst einen Weg finden trotz der nervlichen Belastungen abzuschalten und trotz Engagement sich von den Problemen der Schüler auch abgrenzen zu können.

Hohe Krankheitsraten veranlassen viele Schulen dazu ihre Lehrer mit Kursangeboten zu unterstützen und ihnen auch Kurse für Entspannungstechniken zu ermöglichen. Die Arbeit mit den Schülern als Lebensinhalt bedeutet für viele Lehrer sehr viel und so setzen sie sich häufig vorbehaltlos für die Belange ihrer Schüler ein, wer jedoch über die Jahre die Kraft verliert, dem droht das Aus aus dem aktiven Schuldienst und Alternativen wie Beratungslehrer oder Vorruhestand sind häufig eine zusätzliche Belastung, da die Liebe zu den Kindern und der Wunsch zu unterrichten meist tief verwurzelt ist.