| Schulwechsel für viele Kinder schwierig |
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| Geschrieben von: Tanja Tasci |
| Donnerstag, den 19. März 2009 um 08:59 Uhr |
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Das Leben verlangt uns heute immer mehr Flexibilität ab und so kommt es immer häufiger zu Standortwechseln aus beruflichen oder privaten Gründen. Gerade für Kinder bedeutet dies häufig einen enormen Stress, denn bei einem Umzug, selbst innerhalb einer Stadt, kommt häufig ein Schulwechsel auf die jüngsten Familienmitglieder zu. Der unfreiwillige Schulwechsel kommt immer häufiger vor, denn immer häufiger müssen Familien auf Grund beruflicher Notwendigkeiten den Standort wechseln. Für Kinder bedeutet der unfreiwillige Schulwechsel eine enorme Belastung. Besonders das Abschied nehmen vom Vertrauten stürzt viele Kinder in eine Unsicherheit die lange Zeit prägend wirkt. Eine neue und fremde Umgebung, der Abschied von allen Freunden und Mitschülern und auch die vertraute Schule und die vertrauten Lehrer fallen plötzlich weg. Kinder stehen häufig eher überfordert vor einem komplett neuen Umfeld und fühlen sich verunsichert. Die Angst Fehler zu machen und die Angst keine neuen Freunde zu finden, sitzt häufig tief und viele Kinder äußern ihre Ängste nicht offen gegenüber den Eltern, was dazu führt, dass Eltern sich gerne selbst die Situation schön reden und die Probleme der Kinder häufig genug absichtlich übersehen. Zwar möchten Eltern immer das Beste für ihre Kinder, doch in einer Umbruchstimmung, in der Eltern häufig selbst mit ihren eigenen Ängsten konfrontiert werden und häufig selbst überfordert sind, ist es für viele Eltern schwer die eigenen Ängste zu vergessen und sich auf die Ängste der Kinder konzentrieren. Schon im Vorfeld sollten Eltern ihre Kinder mit einbeziehen und offen mit ihnen über die Situation sprechen. Auch Eltern dürfen Schwächen zugeben und offen die eigenen Ängste und Nöte ansprechen. Je offener Eltern mit den eigenen Problemen umgehen, umso leichter fällt es Kindern auch sich zu öffnen und die eigenen Probleme und Ängste mit den Eltern zu besprechen. Für Kinder ist es wichtig ernst genommen zu werden und so sollten Eltern auch die Kinder bei der Planung eines Umzugs mit einbeziehen. Kinder sollten sowohl bei der Wohnungssuche und Wohnungswahl aktiv mit einbezogen werden, wie auch die Möglichkeit erhalten ihre neue Schule schon im Vorfeld zu besichtigen und zukünftige Lehrer und Mitschüler kennen zu lernen. Je mehr Kinder im Vorfeld einbezogen werden, umso sicherer fühlen sich Kinder. Zwar können nicht alle Ängste im Vorfeld genommen werden, aber das Einbeziehen vermittelt den Kindern eine gewisse Sicherheit. Wichtig ist auch das Abschiednehmen und so sollten Kinder nicht ohne eine Abschiedszeremonie ihre Klassenkameraden und ihre Freunde verlassen, auch wenn die Organisation einer Abschiedsparty für Eltern zusätzlichen Stress bedeutet, sollte nicht darauf verzichtet werden, da ein offizieller Abschied für Kinder sehr wichtig ist um einen neuen Abschnitt im Leben zu beginnen. Auch nach dem Umzug benötigen Kinder eine Eingewöhnungsphase. Eltern sollten sich darauf einstellen, dass auch wenn der Alltag wieder einkehrt, Kinder häufig noch Probleme mit dem neuen Umfeld haben. Wichtig ist es mit den Kindern weiter im Gespräch zu bleiben und auch gezielt nachfragen. Besonders schulisch kann es zum Leistungsabfall kommen, hier sollten sich Eltern Toleranz zeigen und den Kindern Zeit geben. Wichtig ist auch, dass Eltern Lehrer und Bezugspersonen der Kinder mit in Problemlösungen einbeziehen. |