Über SMSGott.de
SMSGott.de bietet dir den kostenlosen SMS Versand von bis zu 5 Nachrichten täglich - und das weltweit!
Schläge gleich Liebe? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tanja Tasci   
Samstag, den 07. März 2009 um 22:40 Uhr

Immer wieder gibt es Kinder die alles andere als eine glückliche Kindheit durchleben. Oft unbemerkt von Nachbarn und Bekannten und Freunden, werden viele Kinder auch heute noch roher Gewalt ausgesetzt. Wenn Kinder Schläge an Stelle von Liebe erfahren, dann hat dies langfristig Folgen und diese sind kaum zu bewältigen für die Betroffenen.

Viele Kinder wachsen auch heute noch mit häuslicher Gewalt auf. Sicherlich müssen Eltern Mittel und Wege finden sich als Respektsperson gegenüber den Kindern zu behaupten, doch wenn Eltern ihre Kinder schlagen, dann ist eindeutig eine Grenze überschritten, die deutlicher nicht sein könnte. Kein Kind hat es verdient geschlagen zu werden und Eltern haben weder das Recht dazu, noch haben Schläge eine erzieherische Wirkung. Eltern die ihre Kinder mit Schlägen großziehen, sind häufig völlig überfordert und haben selbst nie gelernt sich verbal zur Wehr zu setzen.

Gewalt zieht sich bei zu vielen Familien über Generationen hinweg durch die Familiengeschichte und wird von einer Generation zur anderen Generation weiter gegeben. Wenn heute junge Eltern behaupten, dass hin und wieder körperliche Gewalt sein müsse und diese ihnen auch nicht geschadet hätte, dann zeigt sich deutlich, dass die Gewalthistorie meist weit zurückreicht.

Eltern die ihren Kindern nicht mit Respekt und Liebe gegenüber treten können, haben dies häufig auch selbst nie in ihrem Leben erfahren. Doch was tut man den Kindern an, die zu klein sind sich zur Wehr zu setzen und körperlich den Eltern weit unterlegen sind? Kinder, besonders kleine Kinder, sind sehr gut darin negatives abzuspalten und auszublenden und so lernen Kinder die mit Schlägen groß werden, diese als Beachtung und als Liebesbeweis zu sehen. Meine Eltern schlagen mich, weil ich Fehler gemacht habe und weil ich ihnen wichtig bin. So schlimm dies auch klingen mag, dies ist Realität, auch in deutschen Kinderzimmern.

Die Gewaltspirale die in so mancher Familie vorherrscht ist kaum zu durchbrechen und häufig merken Kinder erst im Teenageralter, was ihre Eltern ihnen antun, denn wer täglich Gewalt erlebt, der hält diese als Kind für Normalität. Die Folge einer Kindheit in der es statt Liebe und Vertrauen, Schläge und Misstrauen gab, sind häufig Beziehungsstörungen, denn auch in Beziehungen spielt später häufig Gewalt eine Rolle, da unterbewusst weiter Gewalt mit Liebe gleich gesetzt wird. Betroffene haben häufig das Gefühl, dass wenn der Partner nicht tobt und nicht gewalttätig wird auf Grund von Fehlern, dass sie dem Partner egal sind und setzen liebevolle Toleranz mit Gleichgültigkeit gleich.

Selbst Therapeuten haben es hier schwer, denn häufig hat sich in der Kindheit die Gleichsetzung von Gewalt und Liebe so manifestiert, dass diese unterbewusst weiter wirkt. Betroffene sind sich oft nicht im Klaren, dass ihre Partnerwahl und die Dauer einer Beziehung von der unterbewussten Gleichsetzung von Gewalt und Liebe herrührt. Die Wünsche sind eine glückliche und gewaltfreie Partnerschaft, in der man sich geborgen fühlen kann, doch unterbewusst können Betroffene dies nicht zulassen, da dies ihr gesamtes Weltbild erschüttern würde und alles was sie in der Kindheit abgespalten haben wieder zu Tage bringen würde.