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Wie viele Väter und Mütter verträgt ein Kind? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tanja Tasci   
Samstag, den 28. Februar 2009 um 20:40 Uhr

Immer wieder brechen Ehen und Partnerschaften auseinander. Meist gehen qualvolle Monate mit Streit und Unstimmigkeiten ins Land bevor es zur endgültigen Trennung kommt. Doch wenn Kinder im Spiel sind, dann hat eine Trennung auch für diese Folgen. Meist wird die Regelung getroffen, dass die bei der Mutter bleiben und jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien beim Vater verbringen. Doch spätestens wenn Vater oder Mutter einen neuen Partner hat, beginnen weitere Probleme für die Kinder.

Kinder sehen in den ersten Jahren ihre Eltern als perfekt an und sehen das Familienleben als perfekt und harmonisch an, was diesem Bild widerspricht, wird von Kleinkindern gekonnt ausgeblendet. Doch wenn es zur Trennung der Eltern kommt, können Kinder nicht mehr an einer idealen Scheinwelt festhalten, sondern müssen sich mit der Realität auseinander setzen und stellen fest, dass weder Vater noch Mutter perfekt sind. Schon alleine sich diese Tatsache einzugestehen hinterlässt Spuren bei betroffenen Kindern.

Doch selbst Kinder die mit einer Trennung gut zurecht kommen und diese relativ schnell verarbeiten, haben häufig ein Problem, wenn ein oder beide Elternteile plötzlich neue Partner haben, denn dies macht auf der einen Seite die Trennung der Eltern zu etwas endgültigem und auf der anderen Seite müssen sich Kinder mit einer neuen Person im Familienkreis abfinden, was häufig nicht leicht fällt und sehr viel Überwindung kostet. Kinder haben oft das Gefühl Vater oder Mutter zu verraten, wenn sie den neuen Partner von Vater oder Mutter anerkennen und sich mit diesem auch noch gut verstehen. Diese Situation setzt Kinder unter einen enormen Druck und verunsichert sie.

Doch was wenn auch neue Partnerschaften wieder zerbrechen und Kinder immer wieder Abschied von einer lieb gewonnen Bezugsperson nehmen müssen?

Wechselnde Partnerschaften von Vater oder Mutter sind für Kinder schwer zu verkraften und Kindern fällt es häufig schwer immer wieder neuen Personen ihr Vertrauen zu schenken, die mit größter Wahrscheinlichkeit nicht lange Teil ihres Lebens sein werden. Gerade wenn der Elternteil bei dem die Kinder leben häufig neue Partnerschaften aufbaut, verunsichert dies Kinder extrem.

Die Frage: „ Wie viele Mütter oder Väter ein Kind verträgt“, ist sicherlich nur individuell zu beantworten, jedoch hinterlassen wechselnde Partner der Eltern ihre Spuren bei Kindern und Jugendlichen. Wechselnde Partnerschaften sorgen dafür, dass Kinder das Vertrauen in Partnerschaften und Beziehungen über kurz oder lang verlieren und Kinder häufig später selbst Probleme mit Partnerschaft und Nähe haben.

Um den Kindern eine Stütze zu sein, sollten Eltern, Eltern bleiben und es klar sein, dass neue Partner nicht die Rolle von Vater oder Mutter übernehmen. Auch sollten neue Partner den Kindern nur vorgestellt werden, wenn man sich sicher ist, dass es eine längere Beziehung sein wird, denn für Kinder ist jeder neue Partner der Eltern eine enorme Belastung. Wechselnde Partnerschaften sollten möglichst vermieden werden, um das Vertrauen der Kinder nicht zu sehr auf die Probe zu stellen. Auch die neuen Partner von Vater oder Mutter sollten sich entsprechend verhalten und nicht versuchen sich zwanghaft in das Leben der Kinder zu drängen und Vater- oder Mutterersatz darstellen zu wollen.