| Mehrgenerationenhäuser wieder im Kommen |
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| Geschrieben von: Tanja Tasci |
| Freitag, den 27. Februar 2009 um 21:00 Uhr |
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Früher waren Haushalte in denen mehrere Generationen lebten notwendig und fast überall zu finden. Wie in allen Industriestaaten ging auch in Deutschland über Jahrzehnte der Trend weit weg vom Mehrgenerationenhaus, doch dank wirtschaftlich schwerer Zeiten ist das Mehrgenerationenhaus wieder schwer im Kommen. Mehrere Generationen unter einem Dach, dies ist eher die Seltenheit und wurde in den letzten Jahrzehnten weitgehend vermieden. Jede Generation wollte für sich sein und unabhängig von der anderen Generation leben. Doch langsam scheint es als würden immer mehr Menschen wieder die Vorzüge eines Mehrgenerationenhauses für sich und ihre Familie entdecken und diese gekonnt nutzen und der gesamten Familie die Vorteile eines Zusammenlebens wieder ermöglichen. Vier Generationen unter einem Dach, da Ergänzen sich Stärken und Schwächen die je nach Generation sehr unterschiedlich sein können. Die jüngeren Familienmitglieder können von den Erfahrungsschätzen der älteren Generation profitieren und vieles erlernen, was ihnen sonst im Verborgenen geblieben wäre. Die ältere Generation kann die jüngeren Familienmitglieder entlasten und hat gleichzeitig die Sicherheit, dass wenn Krankheit droht immer eine Versorgung in den eigenen vier Wänden gewährleistet ist. Gemeinsam sind Familien stärker und so finden sich heute immer öfter vier Generationen unter einem Dach und jeder bringt sich auf seine Weise in den Familienalltag ein und versucht die anderen Familienmitglieder zu unterstützen. Das Mehrgenerationenhaus sorgt nicht nur finanziell für eine Entlastung, die allerdings auch nicht von der Hand zu weisen ist, denn hier können die Kosten geteilt werden und so ist das Leben erheblich günstiger als wenn jeder für sich leben würde. Unterstützung finden Enkel bei Oma und Opa und sogar bei Uroma und Uropa immer häufiger direkt im Haus. Die ältere Generation ist gerne bereit Zeit mit den jüngsten Familienmitgliedern zu verbringen und diese zu beaufsichtigen oder bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Für Mütter die in einem Mehrgenerationenhaus leben ist dies eine gute Möglichkeit auch mit Kindern weiter berufstätig zu sein und nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Da Mehrgenerationenhaus als Weg in der Krise scheint bewährt und vertraut und doch hat sich einiges geändert zum klassischen Mehrgenerationenhaus. Heute hat häufig jede Generation einen abgeschlossenen Wohnraum mit Sanitären Einrichtungen und auch eine eigene Küche, denn heute ist die Oma und Opa Generation noch sehr fit und eigenständig und möchte sich diese Eingenständigkeit auch erhalten. Ein Haus mit mehreren Wohneinheiten ist ideal um die Vorteile des Mehrgenerationenhauses zu nutzen und trotzdem die Konflikte möglichst klein zu halten. Denn sicher ist eines, wenn mehrere Generationen unter einem Dach leben ist auch das Konfliktpotenzial erhöht und jeder muss lernen die Ansichten der anderen Generationen zu akzeptieren und Kompromisse zu schließen. Im traditionellen Mehrgenerationenhaus wurde ein Haushalt geteilt und so waren die Konflikte schwerwiegender, als wenn heute jede Generation ihre eigene Wohnung hat und sich bei Bedarf auch zurückziehen kann. Die Rollenverteilung sollte allerdings von Anfang an klar sein und besprochen werden, denn nur wenn jede Generation ihre Grenzen kennt, ist ein friedliches Miteinander auf Dauer möglich. Rücksichtnahme und Verständnis sollte der Grundstein sein und dann steht einem Mehrgenerationenhaus nichts mehr im Wege. |


