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Wenn Kinder Elternträume verwirklichen sollen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tanja Tasci   
Freitag, den 20. Februar 2009 um 11:08 Uhr

Eltern wollen immer nur das Beste für ihre Kinder, doch hin und wieder tappt jede Mutter und jeder Vater in die Falle eigene unerfüllte Träume auf die eigenen Kinder zu projizieren. Wenn Kinder Träume der Eltern erfüllen sollen kommt es jedoch häufig zu heftigen Konflikten zwischen Eltern und Kind und auch Eltern tragen dadurch häufig Konflikte untereinander aus.

Ob Primaballerina,Profifußballer oder Musiker, was Eltern als Kind geträumt haben und ihnen nicht ermöglicht wurde wird häufig dann den eigenen Kindern aufgedrängt. Wenn Kinder zu Sport, Musik und Co gedrängt werden, dann geht dies häufig nur eine kurze Zeit gut, denn Kinder müssen sich selbst entwickeln können und ihre eigenen Wünsche entwickeln können. Bleibt ihnen diese Freiheit nicht, kommt es häufig dazu, dass sich Kinder stark zurückziehen von den Eltern und sich in eine Traumwelt flüchten.

Hobbys sind sicherlich auch für Kinder wichtig, doch sollten Eltern bei der Wahl den Kindern die Freiheit lassen selbst zu entscheiden. Zwar können Eltern Einfluss nehmen und mit den Kindern das Für und Wieder erörtern, doch letztlich ist nur von Dauer was Kinder wirklich anziehend finden und mit dem sie sich selbst wohlfühlen. Je größer der Druck von den Eltern, umso mehr blockieren Kinder und so kann auch kein Gefallen entwickelt werden.

Empfehlenswert ist es mit den Kindern gemeinsam eine Vorauswahl der Möglichkeiten zu treffen und dann Probestunden zu vereinbaren, sodass Kinder einen genauen Eindruck bekommen und entsprechend entscheiden können. Eltern können Ratschläge geben, aber Eltern können nicht entscheiden was ihren Kindern Spaß macht und diese Einsicht fällt vielen Eltern schwer und häufig muss diese erst durch einige Streitgespräche mit den Kindern kommen. Häufig belastet dies auch die Beziehung zwischen den Elternteilen, da häufig jedes Elternteil andere Wünsche und Träume in die Kinder legt, doch letztlich müssen beide Elternteile lernen zu akzeptieren, dass Kinder eigenständige Individuen sind und sich frei entwickeln müssen.

Jedes Kind entwickelt sich Stück für Stück weiter und sicherlich ändern sich Vorlieben im Laufe der kindlichen Entwicklung stark. Die Veränderungen ergeben sich automatisch dadurch, dass sich der Erfahrungsradius der Kinder immer wieder erweitert und auch Stück für Stück Freunde immer mehr Einfluss nehmen. Klar sollte sowohl Eltern als auch Kindern sein, dass Hobbys zwar sinnvoll sind, aber darauf geachtet werden muss, dass noch genügend Freizeit bleibt, die frei gestaltet werden kann und natürlich dürfen auch schulische Aufgaben nicht unter einem Hobby leiden.

Zwar können Eltern häufig im Kindergartenalter noch starken Einfluss auf die Kinder nehmen und diese zu entsprechenden Aktivitäten anleiten, doch spätestens mit der Einschulung lernen Kinder verstärkt ihre eigenen Bedürfnisse auch gegenüber den Eltern durchzusetzen und so fangen spätestens im Alter von 6 oder 7 Jahren die verstärkten Konflikte zwischen Eltern und Kindern an. Je früher Eltern verstehen, dass sie ihre Kinder nicht nach ihren Vorstellungen formen können, umso leichter ist es ein tiefes Vertrauensverhältnis zu erhalten und den Kindern das Gefühl zu geben sie und ihre Bedürfnisse auch wirklich ernst zu nehmen.