| Altersarmut wird in den nächsten Jahren stark zunehmen |
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| Geschrieben von: Tanja Tasci |
| Freitag, 20. Februar 2009 um 12:07 |
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Eine aktuelle Studie zeigt, dass nur noch jeder zweite damit rechnet bis zur Rente aktiv am Arbeitsleben teilnehmen zu dürfen. Doch schon heute zeigt sich, dass gerade bei ältere Arbeitslose kaum mehr Chancen auf einen Arbeitsplatz haben. Durch die Situation auf dem Arbeitsmarkt wächst die Altersarmut immer weiter und immer mehr Rentner sind auf Beihilfen vom Staat angewiesen. Das Renteneinstiegsalter wurde auf 67 hoch gesetzt, doch die meisten Arbeitnehmer fragen sich, wo sie bis in dieses hohe Alter arbeiten können, denn die meisten Betriebe versuchen ihre Mitarbeiter schon vorzeitig in den Ruhestand zu schicken. Ob Altersteilzeit oder Abfindungen, die Firmen lassen es sich zum Teil etwas kosten ältere Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Betrieb zu bekommen und somit Arbeitsplätze abzubauen. Der Rentenanspruch wird grundsätzlich durch das Einkommen in den letzten Jahren vor Renteneintritt stark beeinflusst und so müssen Personen die vor dem Renteneintritt eine Phase der Arbeitslosigkeit durchlaufen schon hierdurch mit Abstrichen bei der Rente rechnen. Wer sich entschließt seine Rente vorzeitig zu beantragen muss mit weiteren Abstrichen rechnen und so minimiert sich die Rente stark. Durch das staatliche Hilfssystem Harz IV, welches das Arbeitslosengeld II abgelöst hat, müssen viele Menschen vor der Rente erst ihre Ersparnisse aufbrauchen bevor sie Hilfe durch Harz IV erhalten. Diese Situation führt dazu, dass immer mehr Rentner ohne finanzielle Reserven in die Rente gehen und dann auch noch eine reduzierte Rentenzahlung erhalten. Während es der heutigen Rentnergeneration noch zu großen Teilen recht gut geht, wird es immer häufiger, dass Rentner nicht mehr von ihrer Rente leben können und auch keinerlei Ersparnisse mehr bei Renteneintritt vorweisen können und so verstärkt auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Der Sozialstaat Deutschland gerät immer mehr in eine Spirale, denn Hilfen greifen häufig zu spät und das Anheben des Rentenalters, welches mehr Geld in die Rentenkasse bringen sollte, sorgt für immer höhere Sozialausgaben und somit ist die Wirkung gleich Null für die Staatskassen. Für den Einzelnen ist das System aber häufig Ursache für Altersarmut und immer mehr Menschen die 45 Jahre gearbeitet haben müssen sich als Bittsteller fühlen. Ein Leben lang arbeiten um im Alter ein gutes und abgesichertes Leben führen zu können ist für viele nur noch Fiktion und immer mehr tragische Fälle von Altersarmut sind in Deutschland zu beklagen. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen und so ist wieder einmal der Staat gefragt neue Wege zu finden, doch mit Blick auf leere Staatskassen, darf bezweifelt werden, dass der Staat wirklich neue Wege finden wird um der Altersarmut entgegen zu wirken. Die aktuelle Situation verstärkt zusätzlich den Generationenkonflikt und es darf sich gefragt werden, wie lang der Deutsche Staat noch an seinem längst überholten Rentensystem festhalten will. Während andere Industriestaaten rechtzeitig den Absprung schafften und tragende Rentensysteme in ihren Systemen zu installieren, ist in Deutschland lange verdrängt worden, dass das aktuelle Rentensystem auf Dauer nicht tragbar ist. Heute müssen sich künftige Rentner mit den Konsequenzen der Fehlpolitik auseinander setzen und blicken auf einen Lebensabend der mit finanzieller Not einhergeht. |


