| Immer mehr Menschen benötigen Unterstützung vom Staat |
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| Geschrieben von: Tanja Tasci |
| Freitag, 20. Februar 2009 um 12:02 |
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Arbeitsplatzmangel, Kurzarbeit und Jobs im Niedriglohnsektor fordern ihren Tribut, denn immer mehr Menschen die einen festen Arbeitsplatz haben, müssen zusätzlich Harz IV beantragen, da ihr Einkommen nicht mehr zum Leben reicht. Die erschreckende Entwicklung in Deutschland zeigt sich bei den Menschen die trotz Job nicht mehr über die Runden kommen und auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Wer arbeitet der sollte davon leben können, so war es zumindest früher. Heute entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland zu einem Arbeitsmarkt der Jobber und Geringverdiener und der Staat muss zusätzlich finanziell unterstützen. Trotz Arbeitsplatz auf Harz VI angewiesen zu sein ist für viele Menschen eine enorme Belastung und kaum zu ertragen, doch vielen Menschen bleibt nur der Weg zum Amt um nicht in Schulden zu versinken. Betroffen sind häufig Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern, denn das Kindergeld fängt den Bedarf der Kinder bei Weitem nicht auf und wer für 40 Stunden wöchentliche Arbeit mit 800 Euro entlohnt wird, der hat es schwer sich neben Miete und Nebenkosten auch den restlichen Bedarf zu finanzieren. Gerade Familien sind häufig betroffen von der neuen Armut in Deutschland, auch wenn es in Deutschland angeblich keine Kinderarmut gibt, so ist doch festzustellen, dass immer mehr Kinder in sozialen Brennpunkten aufwachsen und es ihnen häufig schon am Nötigsten mangelt. Wer täglich damit kämpft seinen Kindern etwas zu Essen auf den Tisch stellen zu können, der kann seinen Kindern häufig kaum mehr Sonderwünsche erfüllen und häufig wird schon das Schulmaterial unbezahlbar. Der letzte Ausweg ist häufig Harz IV, doch viele Familien beantragen die staatliche Hilfe viel zu spät und gehen erst auf das Amt, wenn schon Miet-, Strom- und Energieschulden aufgelaufen sind und die Betroffenen keinen Ausweg mehr sehen. Schuld an der Misere ist ein System in dem sich Familien mit eigenem Einkommen schon als Bittsteller fühlen müssen und ihr gesamtes Privatleben häufig in Deutschen Amtsstuben eröffnen müssen. Familien- und Wohnverhältnisse werden überprüft, bevor entschieden wird ob geholfen werden kann. Gerade gesetzliche Regelungen wie zur Familienbeihilfe sorgen dafür, dass häufig Geringverdiener durch ein Raster fallen und keine Unterstützung auf diesem Wege erhalten, sondern ihnen nur Harz IV bleibt. Wer als Arbeitnehmer zusätzlich Harz IV beantragen muss und kein festes Einkommen hat, sondern nach Stunden bezahlt wird, der muss häufig monatlich seine Kontoauszüge und Lohnabrechnungen vorlegen, sodass ARGEN bis ins kleinste Detail über jeden Schritt der Familienmitglieder informiert sind. Immer wieder gibt es Fälle in denen Fördermaßnahmen angeordnet werden, die eventuell zu einem Arbeitsplatzverlust führen können, aber von Harz IV Empfängern wahrgenommen werden müssen, da sonst die Streichung der Beihilfe droht. Die psychische Belastung durch zu geringes Einkommen ist häufig sehr hoch und häufig leiden schon die Kinder unter dem Mangel an finanziellen Mitteln und zusätzlicher Druck von ARGEN macht vielen Familien das Leben unnötig noch schwerer. Da sind Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit und nach mehr Unterstützung für Menschen mit Kindern keine Seltenheit mehr, doch an der Umsetzung mangelt es gewaltig, da in den letzten Jahren viele Reformen gerade den Geringverdienern keine Entlastung brachten. |


