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Immer mehr Arbeitslose werden abgezockt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tanja Tasci   
Donnerstag, den 15. Januar 2009 um 22:53 Uhr

Jobbörsen im Internet boomen und auch Stellenanzeigen scheint es sehr viele zu geben, doch nicht immer ist seriös was vielversprechend erscheint. Gerade Langzeitarbeitslose werden häufig gezielt von dubiosen Firmen angesprochen und nicht selten blendet die Chance auf einen festen Job und so werden häufig Ungereimtheiten übersehen.

ABO Fallen, Geldwäsche, gefakte EBAY Auktionen und vieles mehr wartet im Internet auf Arbeitslose. Vor allem Langzeitarbeitslose sind die Zielgruppe dubioser Firmen, denn in immer mehr Anzeigen wird diese Zielgruppe auch direkt angesprochen. Viele Anzeigen finden sich immer wieder, zwar mit unterschiedlichen Ansprechpartnern, doch immer wieder nach dem selben Schema. Arbeitslose können sich zum Teil schützen, doch häufig ist es schwer seriöse Stellenangebote von unseriösen Stellenangeboten zu unterscheiden.

Gerade ABO Fallen in denen wertvolle Informationen versprochen werden haben Hochkonjunktur, denn meist ist nicht ersichtlich, dass langfristige Kosten bei der Anmeldung auf die Arbeitssuchenden zu kommen. Dieser Fall ist zwar ärgerlich, doch hat er zumindest für die Arbeitssuchenden keine rechtlichen Konsequenzen. Wer in die ABO Falle tappt, der sollte im Zweifel keine Zahlungen leisten und sich klar gegen die Forderungen verwehren und Rechtsmittel in Anspruch nehmen. In diesen Fällen helfen auch gerne die Verbraucherzentralen weiter.

Grundsätzlich sollten Arbeitssuchende immer dann vorsichtig sein, wenn Jobs mit hohem Verdienst angeboten werden und keinerlei Ausbildung oder Berufserfahrung gefordert werden. Wenn Arbeitssuchende für Firmen mit dem eigenen Konto oder dem eigenen EBAY Account agieren sollen, sollte jeder hellhörig werden. Immer wieder legen Arbeitssuchende alle Hoffnungen in eine Bewerbung und übersehen daher gerne Ungereimtheiten und wiegen sich gedanklich selbst in Sicherheit. Oft ist jedoch der neue Job nur von kurzer Dauer und immer öfter müssen sich Arbeitssuchende für ihre Jobs vor Gericht verantworten. Auch wenn Arbeitslose zum Teil selbst geschädigt sind, müssen sie sich für alles Verantworten was über das eigene Konto oder eigene Accounts läuft. Häufigste Fälle sind Geldwäsche, hier bekommen die neuen Mitarbeiter Geldbeträge auf ihr Konto überwiesen und sollen diese per Western Union weiter leiten und meist sollen die Gelder in Osteuropäische Länder geschickt werden. Auch EBAY Betrug kommt häufig vor, hier werden Mitarbeiter gesucht, die Waren in EBAY unter dem eigenen Account einstellen und dann die Vorauszahlungen weiter leiten, die Ware wird in diesen Fällen nicht ausgeliefert und der Accountinhaber ist haftbar und muss sich wegen Betrug verantworten.

Grundsätzlich sollten Arbeitssuchende heute sehr skeptisch sein und im Zweifel bei Arbeitsamt und Kriminalpolizei nachfragen ob Firmen bereits bekannt sind oder Ermittlungen gegen diese Firmen geführt werden.