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StudiVZ und eine gestohlene Identität PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Patricia Jane   
Montag, den 12. Januar 2009 um 14:16 Uhr
Man sollte bei Social Networks wie StudiVZ, Facebook und co. vorsichtig sein, denn sonst steht schnell die Polizei vor der Tür.Kein Witz, denn das passierte vor einem Mädchen aus St. Marein.

 Am Sylvestertag, glaubte die Mutter des Mädchens ihren Ohren nicht. Die Polizei rief bei ihr an: „Grüß Gott, Polizeikommissariat Wien, wir haben ihre Tochter in Verwahrung."  Ein guter Witz im alten Jahr dachte sich die Frau und wollte den Hörer auflegen. Doch der  Mann am anderen Ende der Leitung war wirklich Polizist. Der Mann kam schnell auf den Punkt. In Wien wurde ein Mädchen von der Polizei festgenommen, weil sie eindeutig Drogen zu sich genommen hatte.

Sie hatte zwar keinen Personal – Ausweis dabei aber wusste offenbar wo sie wohnt: Nämlich in St. Marein.An ihren Namen, ihre Adresse, sowie Telefonnummer konnte sie sich in ihrem kritischen Zustand auch noch erinnern. Die Polizei glaubte ihren Angaben und rief unter der angegeben Nummer an. Die Frau, die ans Telefon ging war geschockt- das konnte doch nicht ihre Tochter sein.Nach einem langen Gespräch wurde klar, dass es gar nicht ihr Kind war, dass unter Drogen durch die Wiener Innenstadt gelaufen war. Denn ihre Tochter arbeitete zu diesem Zeitpunkt und hatte keine Ahnung, was zu Hause ablief. 

Wie kam es überhaupt dazu, dass jemand die Identität des Mädchens aus St. Marien stehlen konnte? 

StudiVZ machte möglich.

Die Internet Plattform bei der man sich anmelden kann, um mit Freunden zu schreiben, ist auch eine wahre Datenschatzkammer. Jeder Nutzer entscheidet selbst wie viel er von sich preisgibt und wie weit sein Profil für Besucher einsehbar ist.Das Mädchen hatte aber einen entscheidenden Fehler gemacht und neben ihren Hobbies und Lehrveranstaltungen auch ihre Adresse und Telefonnummer angegeben. 

Die Dorgenabhängige war wohl eine regelmäßige Besucherin auf der Seite der St. Mareinerin und hob sich die Daten für den Fall der Fälle auf. Als sie die Polizei auf offener Straße aufschnappte, hatte sie eine falsche Adresse parat. Das Mädchen aus St. Marein hat ihr Profil aus StudiVZ gelöscht. Zu tief sitzt der Schock über den Datenmissbrauch.  Auch wenn er noch relativ harmlos war , denn ihre Familie ist glimpflich davongekommen.

"Persönliche Daten für jedermann öffentlich zugänglich zu machen, birgt immer ein gewisses Risiko.", sagt ein Datenschutzbeauftragter. Man sollte also nur das Veröffentlichen was jeder sehen soll und auf private Detail verzichten. Denn sonst kann man Ärger kriegen, wenn ein Dritter diese Informationen missbraucht.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. Januar 2009 um 14:17 Uhr