USA: 2 Jahre Knast wegen SMS am Steuer

Ein interessanter Artikel ist mir heute vom Auslands-Blogger Peter DeThier unter die Augen gekommen. Die Story: In den USA musste sich ein Teenager vor Gericht verantworten, da er einen Unfall mit tödlichem Ausgang verursachte. Während des Autofahrens bediente er sein Handy. Das Urteil: zwei Jahre Gefängnis. Drohen uns in Deutschland auch solche Strafen? Oder ist so ein Urteil bei diesem dramatischen Vorfall nur richtig?

Die Gründe dafür, dass das Urteil so hart ausgefallen ist, könnten darin zu finden sein, dass in den USA im Stadtverkehr die Nutzung des Handys während des Autofahrens keine Seltenheit ist. Beinahe-Unfälle oder auch Unfälle, die dadurch verursacht werden, dass die Handys beim Fahren bedient werden. Wird man erwischt, so wird in der Regel eine Verwarnung ausgesprochen oder auch mal ein Bußgeld verhängt.

Das aktuelle Urteil in Massachusetts ist also ein Präzedenzfall. Der Teenager Aaron Deveau wurde wegen fahrlässiger Tötung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Bei dem Unfall kam er von der Fahrbahn ab und stieß frontal mit dem 55-jährigen Donald Bowley zusammen, der dabei umkam. Seine Freundin wurde schwer verletzt. Der Unfallverursacher dementierte zwar, dass das Versenden von SMS den Unfall zur Folge hatten, die Beamten stellten jedoch anhand der Telefonrechnung fest, dass er unmittelbar vor dem Unfall zahlreiche SMS versendete.

In den USA kamen im Jahr 2009 5.474 Menschen ums Leben, da die Unfallursache Ablenkung am Steuer war. Das harte Urteil ist also durchaus nachzuvollziehen und soll wohl andere Autofahrer abschrecken, die sich beim Fahren gern mal ablenken lassen. Sei es durch das Radio, ein Navi-System oder eben das Bedienen des Handys. In Deutschland scheinen sich die Autofahrer übrigens nicht so häufig von anderen Dingen ablenken zu lassen. Deveau, der bereits ein Jahr abgesessen hat, kommt im Herbst 2013 wieder frei.

top

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *