Wenn es nach dem Willen der EU-Kommissarin Viviane Reding geht, sollen die Preise für die Auslands-SMS noch in diesem Jahr dramatisch fallen. In einem Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung gab sie einen Überblick über die aktuelle Situation und zeigte auf, was die Verbraucher in nächster Zeit erwarten können.
Nach Ansicht der Kommissarin sind die momentanen Kosten für den Versand von SMS innerhalb der EU noch viel zu teuer. Die Mobilfunkbetreiber haben zwar die Kosten für die Auslands-SMS halbherzig um einen Cent gedrückt, aber damit sei man noch weit entfernt von den 10 bis 12 Cent, die dafür eigentlich erwartet werden dürften.
Reding erklärte, dass sie die aktuellen Ergebnisse bis Mitte Juli geprüft haben werde und danach eine Entscheidung zu treffen. Wenn die Preissenkungen nicht ausreichend wären – was sie ja anscheinend nicht sind – werde der europäische Gesetzgeber eingreifen.
Dabei geht es ja nicht nur um die SMS selbst. Auch das Daten-Roaming ist nach Redings Ansicht noch viel zu überteuert. Die Durchschnittlichen Kosten liegen hier bei 5,24 Euro pro Megabyte, was in keinster Weise „verhältnismäßig“ ist. Sie verlangt einen Preis von 35 Cent pro Megabyte für Großkunden, wovon endlich auch die Kunden profitieren sollten.
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