Die verschiedenen Handytechnologien bringen zwar unzählige Vorteile mit sich, doch manchmal ist es ja auch so, dass Errungenschaften unerwünschte Nebenwirkungen haben: Bluetooth ist zwar unheimlich praktisch, um einen drahtlosen Kontakt zum PC, der Freisprecheinrichtung oder aber einem anderen technischen Gerät herzustellen, Bluetooth erzielt immerhin Übertragungsraten von mehr als 1 MBit/s, in einigen Fällen erfolgt diese Verbindung jedoch auch ungewollt. Denn viele Handynutzer bemerken es gar nicht, wenn Bluetooth an ihrem Handy aktiviert ist. Überall dort, wo sich viele Menschen auf relativ geringem Raum aufhalten, kann die Bluetooth-Aktivierung auch unangenehme Begleiterscheinungen haben.
So können Fremde anhand des so genannten Bluebuggings auf fremde Mobiltelefone zugreifen und zum Beispiel SMS lesen und auch verschicken. Und nicht nur das, sie können auch Kontakte ausspionieren, Telefongespräche mithören und über das fremde Handy im Internet surfen. Beim so genannten Bluesnarfing haben Unbefugte „lediglich“ Zugriff auf das Adressbuch, gespeicherte Bilder und den Kalender. Dann gibt es auch noch den so genannten „Car Whisperer“, bei dem Fremde auf die Freisprecheinrichtung im Fahrzeug zugreifen und ebenfalls Gespräche mithören können, und das alles passiert für den Handybesitzer völlig unbemerkt. Laut E-Plus-Gruppe gibt jedoch ein paar Maßnahmen, die das Entern des Mobiltelefons für Fremde deutlich schwieriger macht:
- Stellen Sie die Bluetooth-Verbindung im Menü des Gerätes auf „Unsichtbar“ oder „nicht sichtbar“. So können Angreifer das Mobiltelefon kaum entdecken.
- Wählen Sie für die PIN deutlich mehr als vier Zeichen. Wirkungsvoll sind Geheimzahlen mit acht Zeichen und mehr.
- Nutzen Sie ein aktuelles Mobiltelefon oder eine Datenkarte mit dem Standard Bluetooth 2.0 oder besser. Ältere Geräte (bis 2004) arbeiten nach einem alten Standard und gelten daher als unsicher.
- Speichern Sie die PIN auf Ihrem Mobiltelefon. So vermeiden Sie es, bei jeder neuen Verbindung des Schlüssel eingeben zu müssen. Dieser wird sonst über die Funkverbindung übertragen.
- Einmal erkannte Gegenstellen sollte man dauerhaft in den Bluetooth-Einstellungen im Handy speichern.
- Eine unerwartete Abfrage der PIN trotz bereits bestehender Verbindung sollte stutzig machen und zur Vorsicht mahnen. Geben Sie Ihre PIN nur ein, wenn Ihnen das verbindende Gerät bekannt ist!
- Aktualisieren Sie die Software Ihres Gerätes. Dies ist meist sowohl per Internet als auch über Mobilfunk möglich.
- Verbinden Sie Ihre Geräte möglichst nur in privaten Umgebungen, also beispielsweise zu Hause.
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