In einer Zeit, in der eigentlich fast jeder Mensch ein Handy besitzt, sind sie etwas ins Abseits geraten: die guten alten Telefonzellen. So lange ist es noch gar nicht her, dass viele darauf angewiesen waren und sie auch noch oft genutzt wurden. Nun aber stehen sie oft einsam und verlassen auf Plätzen, in Gässchen und Straßenzügen und müssen darum bangen, ganz beseitigt zu werden. Immerhin sind schon unzählige Telefonzellen dem Handy zum Opfer gefallen und wurden ohne dass dies jemandem größer aufgefallen wäre, einfach abgerissen.
Doch gerade an zentralen Orten ist es vielen Menschen nach wie vor wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, auch ohne ein Handy kurz jemanden anrufen zu können – sei es, um Bescheid zu sagen, dass man sich verspätet, oder aber um eine sonstige Info loszuwerden oder aber einzuholen. Darüber hinaus geben viele Eltern ihren Kindern bis zu einem bestimmten Alter bewusst kein Handy, und auch sie wären in einem solchen Fall einfach aufgeschmissen. Dazu kommt auch noch, dass es ja immer auch mal sein kann, dass der Akku schlapp macht oder sich kein Guthaben mehr auf der Handykarte befindet.
Schaut man sich die Statistik an, bestätigt sich der Trend:
Da sich aber kaum noch Umsatz mit den Telefonzellen – altmodisch übrigens auch öffentlicher Fernsprechapparat genannt – machen lässt, werden immer mehr davon einfach weg rationalisiert. So kann es sein, dass mit einer Telefonzelle – die an einem recht belebten und zentralen Platz aufgestellt ist – im Monat nur rund 15 Euro vertelefoniert werden, während es drei Jahre früher noch das sechsfache war. Und damit eine Telefonzelle „überleben“ darf, muss sie im Monat ungefähr zwischen 90 und 100 Euro einbringen – so lautet immerhin die Richtlinie der Telekom.
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