WhatsApp und Co stehen zur Zeit in der Diskussion, da sie eine Bedrohung für die herkömmlichen SMS darstellen könnten. Nun bietet sich mit Joyn ein, nicht weniger umstrittener “SMS-Nachfolger”. Vor allem jetzt, da erste Preismodelle an die Öffentlichkeit gelangten, nachdem der, für Ende 2011 angekündigte Dienst bereits mehrfach verschoben wurde.
Neben der Deutschen Telekom will auch Vodafone und O2 ab diesen Sommer mit Joyn die Kunden erreichen. Für einen baldigen Siegeszug von Joyn spricht auch, dass auch die Hersteller den Dienst bereits ab Werk berücksichtigen wollen. Umstritten ist die Angelegenheit aber deswegen, weil den Kunden hier eine Entscheidungsfreiheit genommen werden könnte, denn ab dem April des nächsten Jahres soll Joyn Geld kosten. Wer dann nicht den richtigen Flat-Tarif im Rahmen eines Vertrages sein eigen nennt., der wird mit saftigen 19 Cent zur Kasse gebeten. Ist das eine logische Antwort auf die abwärts laufende Preisspirale der SMS-Gebühren?
Da mittlerweile allein die Möglichkeit Text zu versenden, nicht mehr zeitgemäß ist, werden natürlich auch Daten durch den Äther geschickt, die bei MAXIMAL 15 Megabyte bereits mit 39 Cent zu Buche schlagen. Sprach- und Videoverbindungen sollen 29 Cent kosten.
Während sich die User von WhatsApp und Co. also am Kopf kratzen dürften, lenkt die Telekom mit dem Argument ein, dass es diverse Flatrates geben soll, bei denen diverse Dienste von Joyn nahezu kostenlos sind. Im Grunde gehen die genannten Anbieter also der Zeit voraus oder gestalten sie sich schon vor den relevanten Entwicklungen in eine Richtung um, die für sie profitabel ist. Denn der SMS-Standard, eingeführt im Jahre 1992, gilt mittlerweile als veraltet. Der erwartete Siegeszug der MMS blieb aus. Zudem sehen wohl auch die verschiedensten Hersteller von Mobilfunkgeräten das Potential von Joyn, denn HTC, Nokia, Samsung, Sony und RIM wollen den Dienst unterstützen. Ob die Kunden aber Joyn als ebenso vielversprechend ansehen, wird sich erst noch zeigen.
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