Twitter ist ein Mischmasch aus SMS, Chat und Mini-Blog und stellt das jüngste Trendmedium für jene Gattung Mensch dar, welche ihre Umwelt selbst über die banalste Tätigkeit und kleinste Eingebung unterrichten wollen.
Vor zwei Jahren gegründet und bereits preisgekrönt stürmt dieser Textdienst den Gipfel der Lakonik, denn die Maximalgröße der Nachrichten liegt bei 140 Zeichen. Am vergangenen Wochenende fand in Berlin zudem die erste Twitter-Lesung statt. Organisiert wurde das Ganze von dem Literatur-Blog twitkrit.de und dem Autor Sascha Lobo.
Seine Popularität hat Twitter nicht zuletzt seinem bekanntesten Nutzer zu verdanken. Zwar finden sich unter twitter.com/barackobama meist nur Verweise auf offizielles Material, was aber die geneigten Leser nicht weiter zu stören scheint. Unsere SMS-Fetischistin Angela Merkel muss wohl bald auf Twitter umstellen um die transatlantischen Beziehungen – im Falle des Wahlsieges von Obama – am Laufen zu halten.
Doch auch ohne Obama scheint der Siegeszug von Twitter nicht aufzuhalten zu sein. Selbst die Marssonde Phoenix twitterte Neuigkeiten ihrer Mission zur Erde. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich Twitter weiter entwickeln wird.
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