SMS am Steuer, das wird teuer: US-Firma entwickelt Handy-Blitzer

Mal schnell hinterm Lenkrad simsen kommt einen in Deutschland teuer zu stehen, wenn man erwischt werden sollte. Auch die Unachtsamkeit steigt, welche im Straßenverkehr in Bruchteilen von Sekunden zu schwerwiegenden Unfällen führen kann. Eine US-Firma will nun einen Handy-Blitzer entwickeln, der bei Radarkontrollen zeigen soll, ob der Fahrer sein Handy benutzt hat oder nicht. Wie diese Technik funktionieren soll und was die deutsche Polizei dazu sagt, erfahrt ihr hier.

Bisher war es für die deutschen Behörden nicht immer leicht, die Handynutzer zu überführen, die eine SMS am Steuer ihres Autos tippten. Mit dem geplanten Handy-Blitzer der US-Firma ComSonics aus Virginia, USA soll sich das jetzt ändern. Das von ihnen entwickelte Gerät zeigt nicht etwa an, ob der Fahrer zu schnell gefahren ist, sondern ob er sein Handy während der Fahrt benutzt hat oder nicht. Dabei empfängt es die Frequenzen des fraglichen Mobiltelefons und kann zwischen Telefonaten, SMS, oder Internet-Nutzung differenzieren. In Deutschland darf man als Fahrer nur mit Freisprechanlagen telefonieren, während SMS schreiben oder das Surfen mit dem Handy gänzlich verboten sind. Wird man vom Gerät ertappt, wird man zur Kasse gebeten: es wird ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro fällig und man bekommt einen Punkt bei der Verkehrssünderkartei in Flensburg angerechnet. Die deutschen Behörden interessieren sich natürlich auch für die „SMS-Pistole“, welche laut Unternehmen kurz vor dem Produktionsstart steht. Denn wenn eine Handybenutzung während eines Unfalls festgestellt werden kann, hat das ernstzunehmende Konsequenzen. „Im Zweifelsfall riskiert der Fahrer nicht nur eine höhere Strafe, sondern auch seinen Versicherungsschutz“, wie Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), erläuterte. Ganz klar: Die deutschen Cops finden die Neuheit aus den Staaten echt klasse. Wendt sieht keine rechtlichen oder datenschutzrechtlichen Probleme. Ein Zweifel an der neuen Allzweck-Waffe für Handyfahnder bleibt für Wendt allerdings: „Was, wenn der Beifahrer das Handy nutzt?“ Nach seiner Auffassung muss das Gerät unbestreitbar den Verstoß des Fahrers nachweisen können. Solltet ihr also fahren, lasst das Handy lieber gleich neben euch liegen und schaut erst wieder drauf, wenn ihr aus dem Wagen gestiegen seid. Es simst sich sowieso viel besser, wenn nicht alles um einen herum wackelt und man sich nicht richtig konzentrieren kann. Das schützt auch vor ungewollten Schreibfehlern.

Foto: © Dirk Vorderstraße / flickr

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