Sind Apps die neuen SMS?

Schon öfter wurde das Ende der SMS prophezeit und immer wieder darüber spekuliert wer dem beliebtesten Kommunikationsmedium den Rang ablaufen wird. Nun bekommt die SMS aber wirklich langsam Konkurrenz.

Natürlich legt auch die SMS ein stetiges Wachstum hin, rund 41 Milliarden haben die Deutschen im vergangenen Jahr verschickt – mehr als je zuvor. Doch ebenso steigt auch die Zahl der Smartphonebesitzer, die über Datenflatrates verfügen und damt eine Unzahl an kleinen Apps nutzen könnten, die Kurznachrichten über das Datennetzverschicken – kostenlos.

„Die Applikationen stellen eine potenzielle Gefahr dar, aber Zahlen kann man da noch nicht nennen“, sagt Bernd Klusmann, Bitkom-Experte für Kommunikationstechnologien. „Es ist schwer zu prognostizieren.“ Eine Stagnation auf dem SMS-Markt über kurz oder lang sei jedoch wahrscheinlich.

Auch Voice-Over-IP könnte dem klassischen Vertriebsmodell gefährlich werden. Derzeit bremst das Wachstum noch der mangelnde Ausbau von HSDPA in ländlicheren Gegenden, doch über kurz oder lang wird die kostenlose Telefon-Variante die klassische Verbindung ersetzen.

Die Provider tun sich jedoch schwer von ihrem klassischen Vertriebsmodell abzuweichen. Hier haben die Unternehmen noch deutlich Nachholebedarf. Doch Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten sagt auch: „Die Konzerne verschließen sich nicht. Die Zukunft gehört den Apps, die Leute denken in Apps. Die Anbieter werden schlaue Lösungen auf den Markt bringen. Der, der das kundenfreundlichste Modell entwickelt, ist der Gewinner.“

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