Sicherheitslücke bei vielen Handymodellen

Wie zwei Informatiker der TU Berlin nun im Rahmen einer Forschungsarbeit herausgefunden haben, bestehen bei den meisten Handys Sicherheitslücken, die es Unbefugten ermöglichen können, auf das Gerät zuzugreifen um dort dann ihr Unwesen zu treiben. Anhand einer SMS-Attacke können die Handys so zum Beispiel zum Absturz gebracht oder gar ausgeschaltet werden. Und dabei sind es noch nicht mal jene Geräte mit Smartphone-Fähigkeiten, sondern insbesondere auch weit verbreitete Handymodelle mit einfacheren Funktionen.

Die Informatiker haben dabei eine solche Attacke mit Hilfe einer speziellen Software simuliert, dabei wird dann eine SMS-ähnliche Nachricht mit modifizierten Zeichenfolgen (sogenanntes Fuzzing) an die Geräte geschickt. In diesen Nachrichten befindet sich dann nicht nur Text, sondern auch diverse Arten von Binärinhalten. Die beiden Forscher leiteten verschiedene Angriffsszenarien in die Wege, dabei musste für jedes Handymodell ein eigener Angriffscode geschrieben werden. Es gelang ihnen auch, Handys einer großen Zahl von Nutzern gleichzeitig lahmzulegen, die Folge dessen war dann, dass das Provider-Netz mit den ständigen Einwahlversuchen der Telefone überlastet war und zusammenbrach. Das hatte die Konsequenz, dass laufende Telefongespräche unterbrochen wurden oder die Bildschirme plötzlich leer waren und sich dann nur noch durch einen Neustart wieder füllen ließen.

Den verschiedenen Handyherstellern ließen die beiden Informatiker dann auch eine entsprechende Nachricht zukommen, damit diese etwas gegen das Problem unternehmen können. Da sich die verschiedenen Technologien jedoch gerade im Bereich der Handys und Smartphones permanent weiterentwickeln, dürfte es auch in Zukunft schwierig sein, einen entsprechenden Schutz vor weiteren Sicherheitslücken zu bieten. Wirklich wichtig ist es angesichts dessen, bei den Handys in regelmäßigen Abständen Updates durchzuführen.

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