Katastrophenwarnung per SMS

Seit den 1990er Jahren gibt es in Deutschland kein einheitliches Katastrophenwarnsystem mehr. Hamburg schafft jetzt Abhilfe mit einem SMS-Warnsystem. Mit diesem System können Feuerwehr und Katastrophenschutz die Bevölkerung warnen. Nachteil: Man muss sich dafür zuerst registrieren.

Das neue Katastrophen-Warnsystem soll Bürger vor Sturmfluten, Großbränden oder Gefahrgutunfällen in ihrem Wohnumfeld zielgerichtet informieren können. Dabei bekommen die Bürger SMS mit Verhaltensrichtlinien und Sachverhalt auf ihr Handy. Dafür muss man sich jedoch zuerst beim Katastrophenwarndienst registrieren.

Das System wurde vom Frauenhofer-Institut entwickelt. Die Kosten für das Katwarn-Projekt trägt die Hamburger Feuerkasse. “Als Versicherer haben wir ein Interesse daran, Schäden möglichst vermeiden zu helfen”, sagte Vorstand Hartwig Essert. Abgesehen von den SMS-Kosten während der Anmeldung beim Warndienst ist der Service kostenlos.

Der Vorteil dieses System gegenüber der Sirenenwarnung ist, dass die Bürger zielgerichtet per SMS informiert werden können und auch die richtige Verhaltensweise angezeigt bekommen. Das System ist vor allem für Katastrophen gedacht, bei denen sich die Bevölkerung in Sicherheit bringen muss. Eine SMS könnte wie folgt aussehen: “Sturmflut-Warnung der Innenbehörde, gültig ab sofort, für PLZ 20457, tiefliegende Außendeichgebiete verlassen”

Das System wird ebenfalls in Ostfriesland und Frankfurt am Main eingesetzt. Vorteil ist, dass die Bürger genau informiert werden können. “Damit können wir verhindern, dass Alarmierungen falsch interpretiert werden und zu Fehlverhalten, im schlimmsten Fall sogar zu Panik führen”, erklärte Ortwin Neuschwande, Beauftragter für öffentliche Sicherheit und Frühwarnsysteme am ISST.

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