In Südafrika wird per SMS über Aids aufgeklärt

Südafrika gehört zu den Ländern, die am meisten von der Aids-Seuche betroffen sind. Dennoch ist dieses Thema dort ein großes Tabu. Es wird einfach nicht über diese Krankheit gesprochen. Eine Aufklärungs- und Behandlungskampagne soll nun landesweit mit neuen Kommunikationsformen täglich eine halbe Million Menschen erreichen.

Natürlich mit dem Allrounder-Werkzeug SMS. Diese soll den Zugang zu Gesundheits- und Beratungsstellen erleichtern und zu HIV-Tests einladen. Die Kampagne trägt den Namen “Masiluleke”, was auf Zulu „Hoffnung und Rat“ bedeutet.

In Südafrika hat etwa jeder achte der 47 Millionen Einwohner das HI-Virus, doch viele scheuen sich Hilfe in Anspruch zu nehmen. Überraschenderweise hat 90 Prozent der Bevölkerung ein Mobiltelefon. Unter anderem werden solche Nachrichten verschickt: “Du bist öfters krank, müde, verlierst Gewicht und hast Angst, HIV-positiv zu sein? Ruf die Aids-Helpline an!”

Die Idee an sich ist nicht schlecht, aber in Afrika wird schon seit Jahren Aufklärungsarbeit betrieben, die nicht fruchtet, ob eine kleine SMS etwas daran ändern wird, wage ich zu bezweifeln.

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